Viren und Hautkrebs hängen offenbar zusammen
Düsseldorf (mp).
Zwischen bestimmten Viren und der Entstehung von Hautkrebs besteht möglicherweise ein Zusammenhang. Einen Hinweis auf dieses Phänomen haben nun US-Forscher gefunden. In Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt, ist das sogenannte Plattenepithelkarzinom die zweithäufigste bösartige Hauttumorart. Größtenteils finden sich die Tumoren im Gesicht der Patienten, in zehn Prozent der Fälle können auch andere Körperregionen oder Organe wie die Lunge betroffen sein.
US-amerikanische Forscher von der Ohio State University haben Gewebeproben von Betroffenen untersucht. Bei 36 Prozent der 58 Erkrankten konnten die Wissenschaftler spezielle Krankheitserreger (Merkelzell-Polyomaviren) nachweisen. Die Viren waren sowohl in den Tumoren selbst als auch in der umliegenden Haut zu finden. Zudem wiesen sämtliche in den bösartigen Wucherungen gefundenen Viren eine bestimmte Erbgutveränderung auf, bei den Proben aus dem umliegenden Gewebe traf dies auf 60 Prozent der Viren zu. Amanda E. Toland und ihr Team vermuten, dass die Viren aufgrund der Mutation dazu fähig sind, sich in die Erbanlagen der Hautzellen einzubauen und Prozesse auszulösen, die eventuell zur Entstehung von Krebs beitragen könnten.
Noch ist nicht abschließend geklärt, ob die Merkelzell-Polyomaviren Krebs auslösen können. Die Experten wollen nun die Haut gesunder Menschen untersuchen und dort nach den mutierten Viren fahnden. Ihre bisherigen Forschungsergebnisse haben sie im Fachmagazin "Journal of Investigative Dermatology" veröffentlicht.
US-amerikanische Forscher von der Ohio State University haben Gewebeproben von Betroffenen untersucht. Bei 36 Prozent der 58 Erkrankten konnten die Wissenschaftler spezielle Krankheitserreger (Merkelzell-Polyomaviren) nachweisen. Die Viren waren sowohl in den Tumoren selbst als auch in der umliegenden Haut zu finden. Zudem wiesen sämtliche in den bösartigen Wucherungen gefundenen Viren eine bestimmte Erbgutveränderung auf, bei den Proben aus dem umliegenden Gewebe traf dies auf 60 Prozent der Viren zu. Amanda E. Toland und ihr Team vermuten, dass die Viren aufgrund der Mutation dazu fähig sind, sich in die Erbanlagen der Hautzellen einzubauen und Prozesse auszulösen, die eventuell zur Entstehung von Krebs beitragen könnten.
Noch ist nicht abschließend geklärt, ob die Merkelzell-Polyomaviren Krebs auslösen können. Die Experten wollen nun die Haut gesunder Menschen untersuchen und dort nach den mutierten Viren fahnden. Ihre bisherigen Forschungsergebnisse haben sie im Fachmagazin "Journal of Investigative Dermatology" veröffentlicht.





