Kinder: Ernährung als Medizin
Berlin (mp).
Falsches Essen macht dick und krank - das lernen manche Kinder schon im Kindergarten. Weniger bekannt ist ihnen und ihren Eltern, wie stark sich bestimmte Nahrungsinhaltsstoffe auf den Verlauf schwerer Erkrankungen oder chronischer Leiden auswirken können.
"Mit bestimmten Inhaltsstoffen lassen sich Stoffwechselabläufe des Körpers gezielt beeinflussen - Ernährungsmedizin ist angewandte Biochemie. Ein Beispiel sind chronische Lungen- und entzündliche Darmerkrankungen, bei denen die Gabe von langkettigen ungesättigten Fettsäuren der Omega-3-Familie (Fischöle) hilft, Entzündungsreaktionen wirksam zu vermindern. Die Auswahl und Zusammenstellung der Nahrung ist etwa bei angeborenen und erworbenen Stoffwechselerkrankungen schon längst fester Bestandteil der Therapie", erklärt Professor Hansjosef Böhles, Leiter des Universitätszentrums für Kinder- und Jugendmedizin in Frankfurt am Main. Er organisiert die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) vom 3. bis 6. September in Mannheim, wo diesmal die therapeutische Funktion der Ernährung diskutiert wird.
Ernährung wird auch bei Allergien mittlerweile anders behandelt: Noch vor einigen Jahren wurde unter anderem empfohlen, allergieverdächtige Lebensmittel wie Fisch, Soja oder Gluten aus der Beikost fernzuhalten. Dazu wird nun nicht mehr geraten, denn die heraus gezögerte Gabe dieser Nahrungsmittel brachte nicht den erwünschten Erfolg.
"Mit bestimmten Inhaltsstoffen lassen sich Stoffwechselabläufe des Körpers gezielt beeinflussen - Ernährungsmedizin ist angewandte Biochemie. Ein Beispiel sind chronische Lungen- und entzündliche Darmerkrankungen, bei denen die Gabe von langkettigen ungesättigten Fettsäuren der Omega-3-Familie (Fischöle) hilft, Entzündungsreaktionen wirksam zu vermindern. Die Auswahl und Zusammenstellung der Nahrung ist etwa bei angeborenen und erworbenen Stoffwechselerkrankungen schon längst fester Bestandteil der Therapie", erklärt Professor Hansjosef Böhles, Leiter des Universitätszentrums für Kinder- und Jugendmedizin in Frankfurt am Main. Er organisiert die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) vom 3. bis 6. September in Mannheim, wo diesmal die therapeutische Funktion der Ernährung diskutiert wird.
Ernährung wird auch bei Allergien mittlerweile anders behandelt: Noch vor einigen Jahren wurde unter anderem empfohlen, allergieverdächtige Lebensmittel wie Fisch, Soja oder Gluten aus der Beikost fernzuhalten. Dazu wird nun nicht mehr geraten, denn die heraus gezögerte Gabe dieser Nahrungsmittel brachte nicht den erwünschten Erfolg.





