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Schon in Schulen über Selbstmordgefahr aufklären

Neu-Isenburg (mp). Der Freitod des deutschen Nationaltorwarts Robert Enke hat viele Menschen erschüttert. Experten rufen angesichts des tragischen Falls dazu auf, schon in Schulen über Depressionen und Selbstmordgefahr aufzuklären, berichtet die "Ärzte Zeitung".

Gedanken an die Selbsttötung sind unter den Betroffenen offenbar weit verbreitet: "Etwa 90 Prozent der Patienten, die wegen einer Depression behandelt werden, haben irgendwann in ihrem Leben zumindest einmal flüchtig über Selbstmord nachgedacht", erklärt Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte. Die meisten Patienten verwerfen diesen Gedanken wieder, und bei denjenigen, die die Idee weiterverfolgen, sei es ein langer Weg bis zur konkreten Handlung. Um von den geheimen Plänen zu erfahren, sei es deshalb wichtig, die Patienten immer wieder nach eventuellen Selbstmordgedanken zu fragen, so Bergmann.

Weil Depressionen zum Suizid führen können, sollte die Öffentlichkeit stärker über die Schwere der Krankheit aufgeklärt werden. Gerade in Schulen sieht Bergmann Handlungsbedarf. Unter Schülern sollten Depressionen von ihrem Stigma befreit werden, dass sie Personen zu "Weicheiern" werden lässt. Die Art, wie Heranwachsende die schwere Niedergeschlagenheit betrachten und mit Betroffenen umgehen, könnte unter Umständen dabei helfen, selbstmordgefährdete Menschen zu erkennen.

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mp Neu-Isenburg - Der Freitod des deutschen Nationaltorwarts Robert Enke hat viele Menschen erschüttert. Experten rufen angesichts des tragischen Falls dazu auf, schon in Schulen über Depressionen und Selbstmordgefahr aufzuklären.
© S. Hofschlaeger, Pixelio.de
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