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Tollwutgefahr in Moskau

Düsseldorf (mp). Vor streunenden Hunden sollten Moskau-Reisende sich in Acht nehmen. Mitte November sind dort drei Menschen mit Verdacht auf Tollwut ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie von erkrankten Hunden gebissen worden sind. In der Hauptstadt Russlands wurden dieses Jahr bereits 230 Fälle von Tollwut bei Tieren registriert, damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Schon 11 000 Menschen mussten laut des Centrums für Reisemedizin in der Region Moskau nach einem verdächtigen Tierkontakt nachträglich geimpft werden. Im Jahr 2008 starben dort vier Menschen an Tollwut.

Wer mit einem an Tollwut erkrankten Tier Kontakt hatte, sollte sofort einen Arzt aufzusuchen. Eine Infektion mit Tollwut ist immer lebensgefährlich. Der Erreger kann nicht nur durch den Biss eines erkrankten Tieres übertragen werden, sondern bereits durch den Kontakt mit dem Speichel, sofern nur die kleinste Hautverletzung besteht. Auch wenn die Vierbeiner niedlich und anhänglich wirken, sollte man sie nicht streicheln. Denn den Tieren ist die Infektion nicht immer anzusehen.

Nach einer Ansteckung kann es einige Tage oder gar mehrere Monate dauern, bis die Krankheit ausbricht. Sie macht sich zunächst durch grippeähnliche Symptome und Schmerzen an der Eintrittswunde bemerkbar. Hat das Virus bereits das Zentrale Nervensystem erreicht, treten Verwirrtheit und Lähmungen auf, sitzt das Virus im Rückenmark, kommt es dort zu einer Entzündung. In der Anfangsphase ist nachträglich noch eine aufwendige Impfung möglich.

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mp Düsseldorf - Auch wenn streunende Tiere niedlich und anhänglich wirken, sollte man sie nicht streicheln. Denn den Tieren ist eine Tollwut-Infektion nicht immer anzusehen.
AOK-Mediendienst
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