Knoten in der Schilddrüse bedeutet nur selten Krebs
Stuttgart (mp).
Nur selten steckt hinter einem Knoten in der Schilddrüse eine Krebserkrankung. Ärzte wenden deshalb Untersuchungsmethoden an, die dafür sorgen sollen, dass die Patienten nicht unnötig unter das OP-Messer gelangen, aber auch keine bösartigen Tumore übersehen werden. Die Tests bestehen aus einer Blutanalyse, einer Ultraschalluntersuchung sowie einer Feinnadel-Biopsie.
Im Verlauf seines Lebens entsteht bei jedem fünften Erwachsenen ein Knoten in der Schilddrüse, doch an Schilddrüsenkrebs erkranken nur wenige. In Deutschland kommen auf 100 000 Einwohner bei Frauen 6,7 Erkrankungen vor und bei den Männern sind es sogar bloß 3,2 Karzinome laut Schilddrüsenexperte Professor Ralf Paschke von der Universität Leipzig. Um die Untersuchung der Knoten gezielt auszuüben, liefert auch die Vorgeschichte der Betroffenen wichtige Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung. Denn ein bereits in der Familie vorkommender Schilddrüsenkrebs kann andeuten, dass ein erhöhtes Krebsrisiko besteht. Ebenfalls ist ein einzelner schnell wachsender Knoten, der sich bei der Behandlung nicht verschieben lässt und hart anfühlt, ein Warnsignal.
Bei der Blutuntersuchung ist unter anderem die Bestimmung des sogenannten "TSH", des Steuerhormons der Schilddrüse, wichtig. Liegt ein niedriger Wert vor, werden zu viel Schilddrüsenhormone gebildet, und der Knoten ist in der Regel gutartig. Ergänzend zur Blutabnahme wird eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Dabei geben zum Beispiel die Sichtbarkeit des Knotens, seine Größe und die Form sowie Verkalkungen Auskunft darüber, ob Krebs vorliegt. Anhand eines einzelnen Kriteriums kann eine sichere Feststellung der Krebserkrankung jedoch nicht erfolgen. Bei der Feinnadel-Biopsie sticht der Arzt mit einer speziellen Spritze in den Knoten und saugt damit die Zellen an. Für den Patienten soll es sich wie eine normale Injektion anfühlen. Oftmals müsse die Punktion wiederholt werden, da zu wenige Zellen angesaugt werden. Außerdem hängt der Erfolg der Untersuchung von den Erfahrungen des behandelnden Arztes ab. Doch auch die Biopsie ist keine Garantie, dass alle Krebstumore entdeckt werden. Vor allem wenn der Arzt die Untersuchung ungenau absolviert. "Es müssen deshalb maximale Anstrengungen unternommen werden, Ärzte in der korrekten Durchführung der Feinnadelpunktion auszubilden", betont Paschke in der "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift".
Um auf Nummer sicher zu gehen, ob wirklich Schilddrüsenkrebs vorliegt, ist es ratsam, alle drei genannten Untersuchungen durchführen zu lassen. Doch dabei ist auch wichtig zu klären, ob die Krankenkasse für jede Behandlung die Kosten übernimmt oder nicht.
Im Verlauf seines Lebens entsteht bei jedem fünften Erwachsenen ein Knoten in der Schilddrüse, doch an Schilddrüsenkrebs erkranken nur wenige. In Deutschland kommen auf 100 000 Einwohner bei Frauen 6,7 Erkrankungen vor und bei den Männern sind es sogar bloß 3,2 Karzinome laut Schilddrüsenexperte Professor Ralf Paschke von der Universität Leipzig. Um die Untersuchung der Knoten gezielt auszuüben, liefert auch die Vorgeschichte der Betroffenen wichtige Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung. Denn ein bereits in der Familie vorkommender Schilddrüsenkrebs kann andeuten, dass ein erhöhtes Krebsrisiko besteht. Ebenfalls ist ein einzelner schnell wachsender Knoten, der sich bei der Behandlung nicht verschieben lässt und hart anfühlt, ein Warnsignal.
Bei der Blutuntersuchung ist unter anderem die Bestimmung des sogenannten "TSH", des Steuerhormons der Schilddrüse, wichtig. Liegt ein niedriger Wert vor, werden zu viel Schilddrüsenhormone gebildet, und der Knoten ist in der Regel gutartig. Ergänzend zur Blutabnahme wird eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Dabei geben zum Beispiel die Sichtbarkeit des Knotens, seine Größe und die Form sowie Verkalkungen Auskunft darüber, ob Krebs vorliegt. Anhand eines einzelnen Kriteriums kann eine sichere Feststellung der Krebserkrankung jedoch nicht erfolgen. Bei der Feinnadel-Biopsie sticht der Arzt mit einer speziellen Spritze in den Knoten und saugt damit die Zellen an. Für den Patienten soll es sich wie eine normale Injektion anfühlen. Oftmals müsse die Punktion wiederholt werden, da zu wenige Zellen angesaugt werden. Außerdem hängt der Erfolg der Untersuchung von den Erfahrungen des behandelnden Arztes ab. Doch auch die Biopsie ist keine Garantie, dass alle Krebstumore entdeckt werden. Vor allem wenn der Arzt die Untersuchung ungenau absolviert. "Es müssen deshalb maximale Anstrengungen unternommen werden, Ärzte in der korrekten Durchführung der Feinnadelpunktion auszubilden", betont Paschke in der "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift".
Um auf Nummer sicher zu gehen, ob wirklich Schilddrüsenkrebs vorliegt, ist es ratsam, alle drei genannten Untersuchungen durchführen zu lassen. Doch dabei ist auch wichtig zu klären, ob die Krankenkasse für jede Behandlung die Kosten übernimmt oder nicht.





