Posttraumatische Verbitterungsstörung: Weisheitstherapie hilft
Düsseldorf (mp).
Verliert ein Familienmensch seinen Partner oder wird einem Karrieristen der Job gekündigt, bricht für den Betroffenen oft seine ganze Welt zusammen. Solche Schicksalsschläge erlebt fast jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben, verarbeitet wird es von jedem anders - oder gar nicht. Statt einer Bewältigung führt eine solche Zerschlagung des wesentlichen Lebensinhaltes bei circa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung zur posttraumatischen Verbitterungsstörung (Posttraumatic Embitterment Disorder, PTED). Betroffen sind davon Männer und Frauen gleichermaßen, das Alter spielt dabei ebenfalls keine Rolle.
Geprägt ist diese psychische Erkrankung vom Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber dem eigenen Schicksal, die Verbitterung darüber ist nahezu permanent präsent und auch für andere spürbar: Es kommt zu Vorwürfen gegenüber sich selbst und anderen sowie zu aggressiven Phantasien, teilweise auch Gewalttaten. Dazu gesellen sich eine gewisse Antriebslosigkeit und innere Unruhe, Schlafstörungen und nicht selten sozialer Rückzug. Orte oder Personen, die mit der Verbitterung in Zusammenhang stehen, werden gemieden.
Die Diagnose der Verbitterungsstörung war lange falsch. Meist wurde die PTED als Depression gedeutet und entsprechend behandelt, meist mit Medikamenten. Bei der posttraumatischen Verbitterungsstörung kann hingegen eine Art kognitive Verhaltenstherapie helfen, die sogenannte Weisheitstherapie. Dabei soll der Patient lernen, Frieden mit sich und seinem Schicksal zu schließen, das Geschehene zu akzeptieren, neuen Mut zu finden und Motivation zu schöpfen. Das gestaltet sich schwierig, zumal Betroffene aufgrund ihrer Erkrankung resigniert haben und meist eine aggressiv-abwehrende Grundhaltung gegenüber allem aufweisen. Doch hier ist, wie so oft, die Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Fällt der Gang zum Therapeuten auch schwer und gestaltet sich der Anfang mühselig bis schmerzhaft, kann das Leiden durch die Therapie bewältigt werden.
Mittlerweile gibt es deutschlandweit Therapeuten, die PTED behandeln können. Doch bis vor einigen Jahren war das nicht so. Erst Mitte der 1990er Jahre haben Ärzte an der Berliner Charité immer mehr Patienten mit psychischen Störungen entdeckt, die nicht so recht in die bisher bekannten Krankheitsbilder passten. Dr. Michael Linden, Psychiatrieprofessor an der FU Berlin und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin führte daraufhin mehrere Untersuchungen durch und prägte den Begriff "Posttraumatische Verbitterungsstörung". Dabei gibt es die Krankheit vermutlich schon recht lange, denn die Symptome wurden bereits in der Antike beschrieben. Doch erst seit einigen Jahren ist das Krankheitsbild wissenschaftlich belegt und mit der Weisheitstherapie behandelbar. Daher sollten Betroffene, obwohl es schwer fällt, einen Therapeuten aufsuchen. Nur so gewinnen sie wieder Hoffnung und eine Perspektive für ihr Leben.
Geprägt ist diese psychische Erkrankung vom Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber dem eigenen Schicksal, die Verbitterung darüber ist nahezu permanent präsent und auch für andere spürbar: Es kommt zu Vorwürfen gegenüber sich selbst und anderen sowie zu aggressiven Phantasien, teilweise auch Gewalttaten. Dazu gesellen sich eine gewisse Antriebslosigkeit und innere Unruhe, Schlafstörungen und nicht selten sozialer Rückzug. Orte oder Personen, die mit der Verbitterung in Zusammenhang stehen, werden gemieden.
Die Diagnose der Verbitterungsstörung war lange falsch. Meist wurde die PTED als Depression gedeutet und entsprechend behandelt, meist mit Medikamenten. Bei der posttraumatischen Verbitterungsstörung kann hingegen eine Art kognitive Verhaltenstherapie helfen, die sogenannte Weisheitstherapie. Dabei soll der Patient lernen, Frieden mit sich und seinem Schicksal zu schließen, das Geschehene zu akzeptieren, neuen Mut zu finden und Motivation zu schöpfen. Das gestaltet sich schwierig, zumal Betroffene aufgrund ihrer Erkrankung resigniert haben und meist eine aggressiv-abwehrende Grundhaltung gegenüber allem aufweisen. Doch hier ist, wie so oft, die Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Fällt der Gang zum Therapeuten auch schwer und gestaltet sich der Anfang mühselig bis schmerzhaft, kann das Leiden durch die Therapie bewältigt werden.
Mittlerweile gibt es deutschlandweit Therapeuten, die PTED behandeln können. Doch bis vor einigen Jahren war das nicht so. Erst Mitte der 1990er Jahre haben Ärzte an der Berliner Charité immer mehr Patienten mit psychischen Störungen entdeckt, die nicht so recht in die bisher bekannten Krankheitsbilder passten. Dr. Michael Linden, Psychiatrieprofessor an der FU Berlin und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin führte daraufhin mehrere Untersuchungen durch und prägte den Begriff "Posttraumatische Verbitterungsstörung". Dabei gibt es die Krankheit vermutlich schon recht lange, denn die Symptome wurden bereits in der Antike beschrieben. Doch erst seit einigen Jahren ist das Krankheitsbild wissenschaftlich belegt und mit der Weisheitstherapie behandelbar. Daher sollten Betroffene, obwohl es schwer fällt, einen Therapeuten aufsuchen. Nur so gewinnen sie wieder Hoffnung und eine Perspektive für ihr Leben.





