Jugendliche mit mangelndem Selbstbewusstsein aggressiver
Köln (mp).
Ein geringes Selbstwertgefühl kompensieren Jugendliche oft mit einem aggressiven Verhalten. Sie sind gewaltbereiter und nehmen bewusst eine Schädigung von Altersgenossen in Kauf, um selbst mehr Achtung und Akzeptanz zu erhalten. Dies belegt nun eine Studie eines Forscherteams der Pablo de Olavide-Universität in Sevilla, Spanien. Wer sich demnach mehr Bedeutung wünscht, greift auf eine Aggressivität zurück, die gar das klassische Mobbing übersteigt. Diejenigen, die dagegen mit sich und ihrem Leben zufrieden sind und über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen, halten entsprechende Gewalttaten für weniger oder überhaupt nicht akzeptabel.
"Je unsicherer ein Teenager ist, desto größer ist sein Bedürfnis, eine bedeutende Position in einer Gruppe einzunehmen", kommentiert Dr. Uwe Büsching vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BJVK) das Ergebnis. Dies führe dazu, dass die Betroffenen sich mit allen Mitteln behaupten wollten, so Büsching. In der Wissenschaft ist dieses Phänomen als "relationale Gewalt" bekannt, also Gewalt in Beziehungsgruppen. Der Experte vom BVKJ verlangt von seinen Kollegen, diese bei der Klärung von Gewalttaten im Jugendalter mehr zu berücksichtigen.
"Je unsicherer ein Teenager ist, desto größer ist sein Bedürfnis, eine bedeutende Position in einer Gruppe einzunehmen", kommentiert Dr. Uwe Büsching vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BJVK) das Ergebnis. Dies führe dazu, dass die Betroffenen sich mit allen Mitteln behaupten wollten, so Büsching. In der Wissenschaft ist dieses Phänomen als "relationale Gewalt" bekannt, also Gewalt in Beziehungsgruppen. Der Experte vom BVKJ verlangt von seinen Kollegen, diese bei der Klärung von Gewalttaten im Jugendalter mehr zu berücksichtigen.





