Stimm- und Schluckprobleme im Alter gut behandelbar
Neu-Isenburg (mp).
Die Stimm- und Schluckorgane altern im Verlauf des Lebens ebenso wie andere Organe beim Menschen. Daher können im Alter Probleme auftreten, wie eine schwache Stimme oder Schluckbeschwerden. Beides hat weiterreichende gesundheitliche Folgen: Bei bis zu 30 Prozent der älteren Menschen mit einer Stimmschwäche führt das Problem zu einem sozialen Rückzug. Ebenso viele Senioren mit Schluckbeschwerden tendieren zu einer unzureichenden Ernährung. Dabei können HNO-Ärzte eine schwache Stimme durch einen kleinen Eingriff stärken und bei Schluckstörungen können dagegen Logopäden helfen. Darauf hat laut der "Ärzte Zeitung" Professor Tamás Hacki von der HNO-Klinik der Universität Regensburg beim 34. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer hingewiesen.
Mit dem kleinen Eingriff bei schwacher Stimme ist die chirurgische Stimmlippenaugmentation gemeint. Damit soll aus einer heiseren, leisen Stimme, die durch mangelhaften Verschluss der Stimmritze (Glottis) verursacht wird und die Betroffene beim Sprechen viel Kraft kostet, von heute auf morgen wieder eine deutlich kraftvollere Stimme werden können. Bei dem Verfahren wird laut Hacki Hyaluronsäure oder Kollagen in die Stimmlippen injiziert, damit die Glottis wieder schließt. Das geschieht unter einer örtlichen Betäubung, der Eingriff dauert knapp 15 Minuten.
Für die Therapie von Schluckstörungen ist eine genaue Diagnostik erforderlich. Zum einen ist zu klären, welche Nahrungsmittel dazu führen, den Schluckvorgang so zu stören, dass sie vom Patienten eingeatmet statt geschluckt werden. Wird hierauf eine Antwort gefunden, kann die Ernährung optimiert und bei vielen Betroffenen eine Sondenernährung vermieden werden. Um den Schluckvorgang zu verbessern, soll sich außerdem eine logopädische Schlucktherapie eignen. Das konnte bereits in einer Studie gezeigt werden, bei der alte Menschen mit Sondenernährung zwei Monate lang eine logopädische Intensivtherapie erhalten hatten. Anschließend konnten 55 Prozent der Teilnehmer auch ohne Sonde wieder essen. Zudem gewinnen die Patienten damit deutlich an Lebensqualität. Darüber hinaus sind die Kosten für eine logopädische Therapie wesentlich geringer als die Kosten der Sondennahrung.
Mit dem kleinen Eingriff bei schwacher Stimme ist die chirurgische Stimmlippenaugmentation gemeint. Damit soll aus einer heiseren, leisen Stimme, die durch mangelhaften Verschluss der Stimmritze (Glottis) verursacht wird und die Betroffene beim Sprechen viel Kraft kostet, von heute auf morgen wieder eine deutlich kraftvollere Stimme werden können. Bei dem Verfahren wird laut Hacki Hyaluronsäure oder Kollagen in die Stimmlippen injiziert, damit die Glottis wieder schließt. Das geschieht unter einer örtlichen Betäubung, der Eingriff dauert knapp 15 Minuten.
Für die Therapie von Schluckstörungen ist eine genaue Diagnostik erforderlich. Zum einen ist zu klären, welche Nahrungsmittel dazu führen, den Schluckvorgang so zu stören, dass sie vom Patienten eingeatmet statt geschluckt werden. Wird hierauf eine Antwort gefunden, kann die Ernährung optimiert und bei vielen Betroffenen eine Sondenernährung vermieden werden. Um den Schluckvorgang zu verbessern, soll sich außerdem eine logopädische Schlucktherapie eignen. Das konnte bereits in einer Studie gezeigt werden, bei der alte Menschen mit Sondenernährung zwei Monate lang eine logopädische Intensivtherapie erhalten hatten. Anschließend konnten 55 Prozent der Teilnehmer auch ohne Sonde wieder essen. Zudem gewinnen die Patienten damit deutlich an Lebensqualität. Darüber hinaus sind die Kosten für eine logopädische Therapie wesentlich geringer als die Kosten der Sondennahrung.





