Übermäßiges Computerspielen verschlechtert schulische Leistung
Hamburg (mp).
Übermäßiges Computerspielen kann die schulische und körperliche Leistung von Jugendlichen verschlechtern. Was Eltern und Lehrer schon lange vermuten, ist nun in Hamburg durch eine Umfrage unter Schülern belegt worden. Demnach haben sich etwa 75 Prozent der Befragten innerhalb der vorangegangenen 30 Tage mit Computerspielen beschäftigt. Dabei nutzt circa die Hälfte der Jugendlichen die Games mehrmals pro Woche. Diejenigen, die regelmäßig spielen, verbringen damit durchschnittlich 19 Stunden wöchentlich. "Die Befragungen bestätigen die erwartete Verbreitung von PC-Spielen bei Jugendlichen", erklärt Familien- und Gesundheitssenator Dietrich Wersich.
Dabei seien die von den Umfrageteilnehmern genannten Motive zum Spielen bemerkenswert. Neben Langeweile hätten die Jugendlichen den Neid anderer sowie das Mitreden-Können auffallend häufig genannt, so Wersich. Zudem zeige die Erhebung, dass Jugendliche vielfach länger spielen, als sie es sich vorgenommen haben. Ihrer eigenen Einschätzung zufolge leiden darunter ihre schulischen Leistungen. "Zwar ist die quantitative Dimension kein hinreichendes Kriterium für Sucht oder Abhängigkeit", meint Studienautor Theo Baumgärtner. Doch Vielspieler würden signifikant häufiger als Gelegenheitsspieler über schulische und gesundheitliche Probleme berichten, die sich auch aus der Intensität ihrer PC-Spiele-Nutzung ergeben.
Alarmierend ist zudem das Studienergebnis, dass sich jeder zehnte Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren regelmäßig mit Glücksspielen beschäftigt. Sportwetten und Poker, oft per Internet angeboten, sind dabei offenbar besonders beliebt. Laut deutschem Gesetz dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht an Glücksspielen teilnehmen.
Erstellt worden ist die Sondererhebung "Schüler- und Lehrerbefragung zum Umgang mit Suchtmitteln" (SCHULBUS) durch das Büro für Suchtprävention der Landesstelle für Suchtfragen e.V. im Auftrag der Stadt Hamburg. Unter http://www.suchthh.de/projekte/schulbus.htm sind Auszüge aus der Studie verfügbar.
Dabei seien die von den Umfrageteilnehmern genannten Motive zum Spielen bemerkenswert. Neben Langeweile hätten die Jugendlichen den Neid anderer sowie das Mitreden-Können auffallend häufig genannt, so Wersich. Zudem zeige die Erhebung, dass Jugendliche vielfach länger spielen, als sie es sich vorgenommen haben. Ihrer eigenen Einschätzung zufolge leiden darunter ihre schulischen Leistungen. "Zwar ist die quantitative Dimension kein hinreichendes Kriterium für Sucht oder Abhängigkeit", meint Studienautor Theo Baumgärtner. Doch Vielspieler würden signifikant häufiger als Gelegenheitsspieler über schulische und gesundheitliche Probleme berichten, die sich auch aus der Intensität ihrer PC-Spiele-Nutzung ergeben.
Alarmierend ist zudem das Studienergebnis, dass sich jeder zehnte Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren regelmäßig mit Glücksspielen beschäftigt. Sportwetten und Poker, oft per Internet angeboten, sind dabei offenbar besonders beliebt. Laut deutschem Gesetz dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht an Glücksspielen teilnehmen.
Erstellt worden ist die Sondererhebung "Schüler- und Lehrerbefragung zum Umgang mit Suchtmitteln" (SCHULBUS) durch das Büro für Suchtprävention der Landesstelle für Suchtfragen e.V. im Auftrag der Stadt Hamburg. Unter http://www.suchthh.de/projekte/schulbus.htm sind Auszüge aus der Studie verfügbar.





