Ihre Suche

Studie: Gefährliche Bakterien folgen auf Grippeviren

Düsseldorf (mp). Grippeinfektionen betreffen weltweit jährlich mehrere Millionen Menschen, circa eine halbe Million der Betroffenen stirbt infolge von Komplikationen. Daran sind offenbar häufig bestimmte Bakterien schuld, glauben US-Forscher. In einer Studie an Mäusen haben sie belegt, dass die Erreger der saisonalen Grippe (Influenza-Viren) im Körper den Weg für bakterielle Infektionen ebnen können. Die Viren belasten das Immunsystem und schädigen die Schleimhäute der Atemwege. Hierdurch haben es die Bakterien der Art Haemophilus influenzae besonders leicht sich auszubreiten. Sie führen oft zu Folgeerkrankungen, sogenannten Sekundärinfektionen. Dadurch steigt wiederum das Risiko für tödliche Komplikationen. Diese Ergebnisse aus den Tierversuchen decken sich mit dem, was bei vielen menschlichen Patienten bereits beobachtet worden ist.

Laut dem jetzt im Fachmagazin "The American Journal of Pathology" veröffentlichten Bericht könnte eine Kombinationsbehandlung mit antiviralen Mitteln und Antibiotika in einem Frühstadium einer Grippeerkrankung das Sterberisiko vermutlich verringern. Darüber hinaus heben die neuen Erkenntnisse gemäß den Forschern hervor, wie wichtig Impfungen und das Einhalten von Hygienemaßnahmen sind, um dem Auftreten von Sekundärinfektionen bei Grippekranken vorzubeugen.

Themenverwandte Meldungen

Viele an einer Erkältung leidende Patienten erwarten nicht, dass ihr Arzt ihnen Antibiotika verschreibt. Das hat jetzt eine deutsche Studie bestätigt.
Das Bereitstellen von auf Alkohol basierenden Handdesinfektionsmitteln ist eine für Firmen sinnvolle Hygienemaßnahme: Arbeitnehmer werden durch die Benutzung dieser Mittel laut einer Studie nachweislich seltener krank und die Produktivität steigt.
Die Masern sollten hierzulande längst ausgerottet sein. Dass dies bisher nicht gelungen ist, dürfte nicht nur an den vielen Impfmuffeln liegen. Auch gibt es gravierende Wissenslücken über die Krankheit - sogar unter angehenden Medizinern.
Anzeige
Newsfeed zu Ihrer Google-Startseite hinzufügen RSS-Feed Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen
mp Düsseldorf - Dass in jeder Grippesaison einige Menschen infolge der Erkrankung sterben, liegt offenbar an gefährlichen Bakterien. Diese nisten sich zusätzlich zu den Grippeviren im menschlichen Körper ein, wie nun eine US-Studie belegt hat.
© sigrid rossmann, Pixelio.de
Anzeige
Anzeige
Anzeige