Kinder: Bei Mittelohrentzündung immer Antibiotika?
Chicago/USA (mp).
Die Behandlung einer akuten Mittelohrentzündung bei Kindern mit einem Antibiotikum verbessert den Heilungserfolg nur mäßig. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Übersichtsstudie aus den USA. Forscher werteten darin wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Therapie der akuten Mittelohrentzündung bei Kindern aus den Jahren 1999 bis 2010 aus.
Der nun im "Journal of the American Medical Association" veröffentlichte Expertenbericht belegt demnach lediglich einen leichten Vorteil für eine schnelle Heilung, wenn Ärzte den erkrankten Kindern sofort ein Antibiotikum verschreiben. Von 100 Kindern mit einer akuten Mittelohrentzündung könne man bei 80 von ihnen auch ohne Antibiotika-Behandlung von einer Besserung nach drei Tagen ausgehen. Immer vorausgesetzt, die Kinder leiden nicht zusätzlich noch an anderen Grunderkrankungen. Verordnet der Arzt unmittelbar nach der Diagnose ein Antibiotikum, gehe es rund 92 Kindern nach drei Tagen besser. Allerdings entwickeln vier bis zehn Prozent der Kinder unter einer Antibiotika-Therapie Hautausschlag oder leiden unter Durchfällen.
"Das frühe Verschreiben von Antibiotika bringt einen geringen Vorteil und auch ein geringes Risiko (für Nebenwirkungen) mit sich", fasst Glenn Takata die Ergebnisse zusammen. Er ist Kinderarzt und Forscher am Kinderhospital in Los Angeles und Mitautor der Studie. "Ärzte werden dies bei ihrer Entscheidung, ein Antibiotikum zu verschreiben, gegeneinander abwägen müssen", so der Mediziner (http://dx.doi.org/10.1001/jama.2010.1651).
Der nun im "Journal of the American Medical Association" veröffentlichte Expertenbericht belegt demnach lediglich einen leichten Vorteil für eine schnelle Heilung, wenn Ärzte den erkrankten Kindern sofort ein Antibiotikum verschreiben. Von 100 Kindern mit einer akuten Mittelohrentzündung könne man bei 80 von ihnen auch ohne Antibiotika-Behandlung von einer Besserung nach drei Tagen ausgehen. Immer vorausgesetzt, die Kinder leiden nicht zusätzlich noch an anderen Grunderkrankungen. Verordnet der Arzt unmittelbar nach der Diagnose ein Antibiotikum, gehe es rund 92 Kindern nach drei Tagen besser. Allerdings entwickeln vier bis zehn Prozent der Kinder unter einer Antibiotika-Therapie Hautausschlag oder leiden unter Durchfällen.
"Das frühe Verschreiben von Antibiotika bringt einen geringen Vorteil und auch ein geringes Risiko (für Nebenwirkungen) mit sich", fasst Glenn Takata die Ergebnisse zusammen. Er ist Kinderarzt und Forscher am Kinderhospital in Los Angeles und Mitautor der Studie. "Ärzte werden dies bei ihrer Entscheidung, ein Antibiotikum zu verschreiben, gegeneinander abwägen müssen", so der Mediziner (http://dx.doi.org/10.1001/jama.2010.1651).





