Studie gibt Entwarnung: Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Blutdrucksenker
Düsseldorf (mp).
Der Verdacht einer Krebsentstehung durch Blutdrucksenker ist nun durch eine neue Metaanalyse entkräftet worden. Damit könnte in die im Sommer 2010 entbrannte Expertendiskussion Ruhe einkehren. Damals sorgte eine Metaanalyse einer US-amerikanischen Forschergruppe aus Cleveland für Aufregung. Aus ihr ging hervor, dass ein erhöhtes Krebsrisiko durch AT1-Rezeptorblocker (Sartane) im Vergleich zu anderen Blutdrucksenkern hervorgerufen werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit war allerdings nur gering. Ein Großteil der Studiendaten stammte aus Untersuchungen mit Temisartan, einem speziellen Wirkstoff in manchen AT1-Rezeptorblockern. Der Hersteller dieses Stoffes verwies in der Diskussion um die mögliche Auswirkung darauf hin, dass nicht Temisartan allein das Krebsrisiko erhöhe, sondern nur in Verbindung mit einem speziellen ACE-Hemmer (Telmisartan-Ramipril-Kombination). Zudem wurde die Metaanalyse wegen methodischer Schwachstellen von anderen Experten kritisiert.
Die neue Metaanalyse aus New York mit Daten von 70 klinischen Studien und insgesamt 324 168 Teilnehmern belegt keinen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Krebs und der Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln. Damit widerlegt die im Fachmagazin "Lancet Oncology" veröffentlichte Untersuchung die Analyse vom Sommer. Allerdings konnten die Forscher nicht die erwähnte Krebsgefahr durch die Kombination aus Sartan und ACE-Hemmern entkräften. Hier sollten nach Ansicht der Wissenschaftler weitere Untersuchungen erfolgen (www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(10)70260-6/abstract).
Die neue Metaanalyse aus New York mit Daten von 70 klinischen Studien und insgesamt 324 168 Teilnehmern belegt keinen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Krebs und der Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln. Damit widerlegt die im Fachmagazin "Lancet Oncology" veröffentlichte Untersuchung die Analyse vom Sommer. Allerdings konnten die Forscher nicht die erwähnte Krebsgefahr durch die Kombination aus Sartan und ACE-Hemmern entkräften. Hier sollten nach Ansicht der Wissenschaftler weitere Untersuchungen erfolgen (www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(10)70260-6/abstract).





