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Schlauer Verband soll Wundinfektionen zeigen und bekämpfen

Siegen (mp). Verbandsmaterial der Zukunft soll die Anwesenheit von Bakterien in Wunden erkennen und durch einen Farbwechsel anzeigen können. Zudem soll die Wundauflage selbstständig antibakterielle Stoffe freisetzen, um die Infektion zu bekämpfen. Entsprechende Verfahren wollen jetzt Wissenschaftler der Universität Siegen in Zusammenarbeit mit einem europäischen Konsortium im Rahmen des EU-Projektes "BacterioSafe" entwickeln.

Um ihr Ziel zu erreichen, müssen die Forscher zunächst die biologischen Mechanismen pathogener, also krank machender Keime untersuchen und identifizieren. Sind solche Prozesse bekannt, können sie dazu genutzt werden, gezielt auf sie abgestimmte Farbstoffe im Verbandsmaterial freizusetzen und die Abgabe der antibakteriellen Lösungen einzuleiten. Ihr besonderes Augenmerk wollen die Experten dabei auf den problematischen Krankenhauskeim Staphylococcus aureus richten, der immer wieder neue Resistenzen auf Antibiotika zeigt und deshalb nur schwer zu bekämpfen ist. Darüber hinaus ist den Wissenschaftlern daran gelegen, dass das neuartige Verbandsmaterial künftig Pseudomonas aeroginosa in Verletzungen erkennt. Diese Bakterien können vor allem bei Brandwunden zu schweren Infektionen führen.

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mp Siegen - Befinden sich Erreger wie Staphylococcus aureus in Wunden, sollen Verbandsmaterialien der Zukunft ihre Farbe ändern und die Infektion anzeigen. Zudem sollen sie selbstständig antibakterielle Stoffe freisetzen können.
CDC/Janice Haney Carr
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