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Nächtliche Atemaussetzer: Wie das Gehirn gegensteuert

Düsseldorf (mp). Unter den nächtlichen Atemaussetzern oder auch Schlafapnoe genannt, leiden viele Menschen. Kanadische Forscher haben nun entdeckt, dass das Gehirn auf natürliche Weise gegensteuert. Diese Erkenntnis könnte zu neuen Therapieansätzen führen.

Wird nicht regelmäßig geatmet, kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung. Um dem entgegenzuwirken, erzwingt das Gehirn ein kräftigeres Zusammenziehen der Atemmuskulatur. Hierdurch wird die Atmung verstärkt. Nachgewiesen haben die Wissenschaftler dies in Tierversuchen, bei denen sie die Atemaussetzer an narkotisierten Ratten simuliert haben. Es hat sich gezeigt, dass die vom Gehirn daraufhin ausgelöste verstärkte Kontraktion der Muskulatur des Atmungssystems bis zu eine Stunde angehalten hat. Gemäß dem Expertenbericht im "Journal of Neuroscience" könnte nun versucht werden, diesen natürlichen Mechanismus zu verstärken. So ließe sich dem Gehirn möglicherweise beibringen, selbst effizient gegen die Schlafapnoe vorzugehen (http://dx.doi.org/10.1523/JNEUROSCI.3394-10.2010).

Unbehandelte nächtliche Atemstillstände können bei den Betroffenen zu weiteren chronischen gesundheitlichen Problemen führen. Zu den Folgeerkrankungen gehören Bluthochdruck, Herz-Kreislaufkrankheiten, Schlaganfälle sowie Herzinfarkte. Darüber hinaus kann es am Tage zu verstärkter Müdigkeit und Unkonzentriertheit kommen. Außerdem ist die Gefahr eines plötzlichen Herztods bei Patienten mit einer unbehandelten Schlafapnoe größer als bei Personen, die nachts normal atmen.

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mp Düsseldorf - Unter nächtlichen Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe, leiden viele Menschen. Kanadische Forscher haben nun entdeckt, dass das Gehirn auf natürliche Weise gegensteuert.
DAK/iStock
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