Heilung von Rückenmarkverletzungen durch Krebsmittel
Martinsried (mp).
Die Heilung von Rückenmarkverletzungen kann offenbar durch ein bestimmtes Krebsmedikament begünstigt werden. Zu diesem Ergebnis sind nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Zusammenarbeit mit einem internationalen Expertenteam gekommen.
Liegt eine Verletzung des Rückenmarks vor, bringt dies für den Betroffenen meist eine gravierende Bewegungseinschränkung mit sich. So kann es durch das Quetschen oder Durchtrennen der Nervenstränge im Rückenmark zu einer Querschnittlähmung kommen. Bisher gibt es keine Heilungsmöglichkeiten, denn die verletzten Nerven wachsen nicht wieder zusammen. An den getrennten Zellenden baut sich eine Barriere aus Narbengewebe auf. Darüber hinaus wird durch die Verletzung das Zellskelett destabilisiert. Zudem gibt es einige biologische Faktoren, die einer Regeneration der Zellen entgegenstehen.
Hier haben die Wissenschaftler angesetzt. "Wir wollen die Zellen dazu bringen, weiterzuwachsen und die 'Stoppzeichen' in ihrer Umgebung zu ignorieren", erklärt Frank Bradke. Es ist nun ein Ansatz gefunden worden, der sich durch ein Krebsmedikament mit dem Handelsnamen Taxol unterstützen lässt. Es unterbindet einerseits die Bildung wachstumshemmender Stoffe im Narbengewebe und hält innerhalb bestimmter biologischer Komponenten in den Zellen die Ordnung aufrecht, so dass ein Wachstum gewährleistet werden kann.
Die Wirkung von Taxol haben die Forscher in Versuchen an Ratten bestätigen können. Nach einer teilweisen Verletzung von Nervenzellen im Rückenmark ist die betroffene Stelle mit dem Krebsmittel versorgt worden. Bereits nach einigen Wochen haben die Tiere gemäß den Experten eine deutliche Verbesserung in ihrem Laufverhalten gezeigt. Bisher ist die Wirkung des Medikaments nur bei frischen Verletzungen analysiert worden. In weiteren Untersuchungen soll geklärt werden, ob es seine Wirkung auf das Narbengewebe auch dann noch entfalten kann, wenn es mehrere Monate nach einer Verletzung zum Einsatz kommt.
Liegt eine Verletzung des Rückenmarks vor, bringt dies für den Betroffenen meist eine gravierende Bewegungseinschränkung mit sich. So kann es durch das Quetschen oder Durchtrennen der Nervenstränge im Rückenmark zu einer Querschnittlähmung kommen. Bisher gibt es keine Heilungsmöglichkeiten, denn die verletzten Nerven wachsen nicht wieder zusammen. An den getrennten Zellenden baut sich eine Barriere aus Narbengewebe auf. Darüber hinaus wird durch die Verletzung das Zellskelett destabilisiert. Zudem gibt es einige biologische Faktoren, die einer Regeneration der Zellen entgegenstehen.
Hier haben die Wissenschaftler angesetzt. "Wir wollen die Zellen dazu bringen, weiterzuwachsen und die 'Stoppzeichen' in ihrer Umgebung zu ignorieren", erklärt Frank Bradke. Es ist nun ein Ansatz gefunden worden, der sich durch ein Krebsmedikament mit dem Handelsnamen Taxol unterstützen lässt. Es unterbindet einerseits die Bildung wachstumshemmender Stoffe im Narbengewebe und hält innerhalb bestimmter biologischer Komponenten in den Zellen die Ordnung aufrecht, so dass ein Wachstum gewährleistet werden kann.
Die Wirkung von Taxol haben die Forscher in Versuchen an Ratten bestätigen können. Nach einer teilweisen Verletzung von Nervenzellen im Rückenmark ist die betroffene Stelle mit dem Krebsmittel versorgt worden. Bereits nach einigen Wochen haben die Tiere gemäß den Experten eine deutliche Verbesserung in ihrem Laufverhalten gezeigt. Bisher ist die Wirkung des Medikaments nur bei frischen Verletzungen analysiert worden. In weiteren Untersuchungen soll geklärt werden, ob es seine Wirkung auf das Narbengewebe auch dann noch entfalten kann, wenn es mehrere Monate nach einer Verletzung zum Einsatz kommt.





