Gedächtnistraining als Mittel zur Suchttherapie?
Düsseldorf (mp).
Im Kampf gegen Süchte könnte künftig ein spezielles Gedächtnistraining helfen. Zu diesem Ergebnis sind nun US-Wissenschaftler gekommen. Ihnen ist der Nachweis gelungen, dass sich durch gezielte Übungen das Verhalten in Bezug auf erwartete Belohnungen verändern lässt.
Ist jemand zum Beispiel alkoholsüchtig und möchte von diesem Laster loskommen, wäre das Erreichen dieses Ziels erst in ferner Zukunft möglich. Folglich würde das Belohnungszentrum des Gehirns erst dann reagieren, wenn zu diesem Zeitpunkt beispielsweise Stolz über die Leistung empfunden wird. Dagegen reagiert das Belohnungszentrum eines Alkoholsüchtigen unmittelbar, wenn er Hochprozentiges trinkt. Merkmal vieler Süchtiger ist es, auf kurzfristige Belohnungen aus zu sein und keine langfristigen abwarten zu können.
Hier könnte eine neue Therapie ansetzen, denn den Wissenschaftlern vom Virginia Tech Carilion Research Institute ist eine wichtige Entdeckung gelungen: Lernaufgaben, bei denen die Leistung belohnt wird und nicht das eigentliche Lernen, können das Belohnungszentrum im Gehirn offenbar in gewissem Maße "umprogrammieren".
In einem Test haben die Experten zwei Gruppen von Entzugswilligen unterschiedliche Gedächtnisübungen absolvieren lassen. Die eine Gruppe hat Fragen und Antworten präsentiert bekommen und später unabhängig von ihrer Erinnerungsleistung eine finanzielle Belohnung erhalten. Dagegen hat die andere Gruppe unter anderem Telefonnummern auswendig lernen müssen und nur dann Geld erhalten, wenn beim späteren Abfragen die richtige Leistung erbracht worden ist. Durch diese zweite Art des Trainings soll sich das Gehirn daran gewöhnen können, sich auf langfristige Belohnungen einzustellen, für deren Erreichen eine Leistung zu erbringen ist, die nicht im selben Moment belohnt wird (www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/vt-mte012711.php).
Ist jemand zum Beispiel alkoholsüchtig und möchte von diesem Laster loskommen, wäre das Erreichen dieses Ziels erst in ferner Zukunft möglich. Folglich würde das Belohnungszentrum des Gehirns erst dann reagieren, wenn zu diesem Zeitpunkt beispielsweise Stolz über die Leistung empfunden wird. Dagegen reagiert das Belohnungszentrum eines Alkoholsüchtigen unmittelbar, wenn er Hochprozentiges trinkt. Merkmal vieler Süchtiger ist es, auf kurzfristige Belohnungen aus zu sein und keine langfristigen abwarten zu können.
Hier könnte eine neue Therapie ansetzen, denn den Wissenschaftlern vom Virginia Tech Carilion Research Institute ist eine wichtige Entdeckung gelungen: Lernaufgaben, bei denen die Leistung belohnt wird und nicht das eigentliche Lernen, können das Belohnungszentrum im Gehirn offenbar in gewissem Maße "umprogrammieren".
In einem Test haben die Experten zwei Gruppen von Entzugswilligen unterschiedliche Gedächtnisübungen absolvieren lassen. Die eine Gruppe hat Fragen und Antworten präsentiert bekommen und später unabhängig von ihrer Erinnerungsleistung eine finanzielle Belohnung erhalten. Dagegen hat die andere Gruppe unter anderem Telefonnummern auswendig lernen müssen und nur dann Geld erhalten, wenn beim späteren Abfragen die richtige Leistung erbracht worden ist. Durch diese zweite Art des Trainings soll sich das Gehirn daran gewöhnen können, sich auf langfristige Belohnungen einzustellen, für deren Erreichen eine Leistung zu erbringen ist, die nicht im selben Moment belohnt wird (www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/vt-mte012711.php).





