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Schlaganfallrisiko durch Worttest einschätzbar

Düsseldorf (mp). Gedächtnisprobleme und Wortfindungsstörungen ab einem Alter von 45 Jahren weisen auf ein erhöhtes Schlaganfallrisiko hin. Das berichtet jetzt die US-Neurologengesellschaft AAN unter Berufung auf eine Studie der Universität von Alabama.

Dabei unterzogen die Forscher 14 842 Menschen einem Wortfindungstest und 17 851 Personen einem Sprachtest. Alle Studienteilnehmer waren älter als 45 Jahre und hatten bislang keinen Schlaganfall. Danach erkundigten sich die Wissenschaftler viereinhalb Jahre lang bei den Teilnehmern, ob sie einen Schlaganfall erlitten hatten, was auf 252 Personen zutraf. 123 von ihnen hatten den Worttest absolviert, 129 den Sprachtest. Bei der Auswertung der Tests der Erkrankten zeigte sich, dass bei 20 Prozent der Teilnehmer mit den schlechtesten Ergebnissen die Schlaganfallrate durchschnittlich um das 3,5-fache erhöht ist. Bei den Teilnehmern ab einem Alter von 50 Jahren mit den schlechtesten Ergebnissen war das Risiko sogar um das Zehnfache erhöht. Die Wissenschaftler sind der Auffassung, dass durch flächendeckende Tests das Risiko für Schlaganfälle besser einzuschätzen ist und dadurch rechtzeitig mit Vorsorgemaßnahmen gegengesteuert werden kann.

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