Moral ist Geschmacksache
Düsseldorf (mp).
Der Geschmack auf der eigenen Zunge beeinflusst das Moralempfinden von Menschen: Wer ein bitteres Aroma wahrnimmt, fällt strengere Urteile als jemand, der etwas Süßes oder Neutrales schmeckt. Laut Forschern der City University of New York liegt dies daran, dass durch Bitteres ausgelöster körperlicher Ekel unbewusst mit moralischem Ekel gleichgesetzt wird. Wie die Wissenschaftler nun im Fachmagazin "Psychological Science" berichten, könnte dieses Ergebnis für die Justiz von Bedeutung sein. Denn es bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass Richter nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel in ihrer Beurteilung von Fällen beeinflusst werden könnten (http://dx.doi.org/10.1177/0956797611398497).





