Medizinstudenten wissen zu wenig über Masern
Heidelberg (mp).
In Deutschland ist die geplante Ausrottung der Masern bis zum Jahr 2010 gescheitert. Dies liegt jedoch nicht nur an der Impfmüdigkeit einiger Menschen. Auch ist das Wissen über die Krankheit oft zu gering, was sogar für Medizinstudenten gilt. Das berichten nun Forscher der Universität Frankfurt am Main im "Bundesgesundheitsblatt".
Für ihre Studie haben die Experten 324 Medizinstudenten befragt. Nur 76 Prozent haben die richtige Antwort darauf gewusst, wie sich die Krankheit überträgt. Dies geschieht durch das Einatmen ansteckender Tröpfchen, die durch den Kontakt mit den Schleimhäuten der Atemwege den Viren das Einfallen in den Körper ermöglichen. Von den angehenden Ärzten hat außerdem nur etwa jeder Dritte gewusst, dass die Infektion hochansteckend ist. In Bezug auf den Impfstoff ist nur einem Drittel der Studenten bekannt gewesen, dass es sich um ein Serum mit abgeschwächten Masernviren (Lebendimpfstoff) handelt.
Beide erforderlichen Impfungen haben nur 62 Prozent der Studienteilnehmer erhalten. Dagegen haben 23 Prozent der Studenten eine unzureichende Immunität gegen die Viruserkrankung aufgewiesen. Um die Masern erfolgreich auszurotten, müsste eine Impfrate für beide erforderlichen Masernimpfungen innerhalb der Bevölkerung von mindestens 95 Prozent erreicht werden (http://dx.doi.org/10.1007/s00103-010-1198-5).
Für ihre Studie haben die Experten 324 Medizinstudenten befragt. Nur 76 Prozent haben die richtige Antwort darauf gewusst, wie sich die Krankheit überträgt. Dies geschieht durch das Einatmen ansteckender Tröpfchen, die durch den Kontakt mit den Schleimhäuten der Atemwege den Viren das Einfallen in den Körper ermöglichen. Von den angehenden Ärzten hat außerdem nur etwa jeder Dritte gewusst, dass die Infektion hochansteckend ist. In Bezug auf den Impfstoff ist nur einem Drittel der Studenten bekannt gewesen, dass es sich um ein Serum mit abgeschwächten Masernviren (Lebendimpfstoff) handelt.
Beide erforderlichen Impfungen haben nur 62 Prozent der Studienteilnehmer erhalten. Dagegen haben 23 Prozent der Studenten eine unzureichende Immunität gegen die Viruserkrankung aufgewiesen. Um die Masern erfolgreich auszurotten, müsste eine Impfrate für beide erforderlichen Masernimpfungen innerhalb der Bevölkerung von mindestens 95 Prozent erreicht werden (http://dx.doi.org/10.1007/s00103-010-1198-5).





