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Diabetes: Vorsicht bei Alkohol

Berlin (mp). Beim Alkoholkonsum müssen Diabetiker besonders aufpassen. Denn Bier und Wein senken den Blutzuckerspiegel. Ohne zusätzliche Kohlenhydrate kann es dann zu einer Unterzuckerung bis hin zu Krampfanfällen kommen, im Extremfall sogar mit Todesfolge. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Karnevalszeit, in der häufig mehr als üblich getrunken wird, rät daher die Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) zur Vorsicht.

Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille beginnt die gestörte Zuckerfreisetzung. Je mehr Alkohol im Körper ist, desto stärker und länger ist dieser Stoffwechselprozess unterdrückt. Die Leber ist neben der Muskulatur das wichtigste Zuckerspeicherorgan. Sie gibt ständig Zucker ab, um das Gehirn und die Muskulatur mit Energie zu versorgen. Da Alkohol diesen Prozess hemmt, sinkt der Blutzucker. Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente verstärken diesen Effekt. Diabetiker, deren Leber gerade mit der Entgiftung des Alkohols beschäftigt ist, sind deshalb akut der Gefahr einer Unterzuckerung ausgesetzt. Auch das Hormon Glukagon, das normalerweise zu einem sofortigen Blutzuckeranstieg führt, wirkt hier nicht, da die Leber durch den Alkohol blockiert ist.

Diabetiker können sich am 17. Februar im diabetesDE-Experten-Chat (www.diabetesde.org/experten_chat/kontaktformular/) darüber informieren, wie viel Alkohol sie trinken dürfen, wie sie einer Unterzuckerung vorbeugen und was im Ernstfall zu tun ist. Im Chat erklärt Dr. Rainer Lundershausen, Experte für Diabetes, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Zusammenhänge und beantwortet Fragen. Der Diabetes-Chat steht allen Internetnutzern kostenfrei zur Verfügung. Antworten werden auch über das Diabetes Gesundheitstelefon gegeben. Unter der Nummer 01 80/2 50 52 05 (sechs Cent pro Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute) sind täglich rund um die Uhr Experten erreichbar.

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mp Berlin - Der Alkoholkonsum birgt bei Diabetikern besondere Risiken. Betroffene müssen aufpassen, nicht zu unterzuckern. Ansonsten drohen Krampfanfälle, im Extremfall sogar mit Todesfolge.
DeusXFlorida/flickr
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