Ihre Suche

Ecstasy verursacht keine kognitiven Einschränkungen

Düsseldorf (mp). Bei den Konsumenten von Ecstasy kommt es nicht zu Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten. Das hat nun eine Studie aus den USA gezeigt. Die Wissenschaftler wollen somit vorangegangene Ergebnisse anderer Untersuchungen widerlegt haben, die das Gegenteil behauptet hatten.

Anders als die früheren Studien hat die jüngste Untersuchung Fallstricke in der Testmethode ausgelassen, die nach Ansicht der Experten zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen können. Es ist beispielsweise genau darauf geachtet worden, dass die Probanden während der Tests tatsächlich völlig frei von Drogen - auch von Alkohol - gewesen sind. Darüber hinaus ist großer Wert darauf gelegt worden, dass keiner der Versuchsteilnehmer bereits vor seinem Ecstasy-Konsum irgendwelche kognitiven Einschränkungen zu verzeichnen hatte - gerade hieraus könnte ansonsten ein falsches Testergebnis resultieren. Mit dieser Vorgehensweise haben die Wissenschaftler des National Institute on Drug Abuse (NIDA) nun den Nachweis erbracht, dass die synthetische Droge keine negativen Einflüsse auf das Denkvermögen hat, wie sie im Fachmagazin "Addiction" berichten.

Allerdings sollte dieses neue Studienergebnis nicht als Freibrief für den Drogenkonsum angesehen werden. Denn dass es keine langfristigen Beeinträchtigungen der Hirnfunktionen zu geben scheint, heißt keineswegs, dass der Ecstasy-Konsum generell ohne Risiken ist. Insbesondere können die illegal hergestellten Drogen Verunreinigungen enthalten, die gesundheitsschädlich sein können. Ferner findet normalerweise keine ärztliche Überwachung statt, so dass Personen, die Ecstasy einnehmen, körperliche Schäden davontragen oder gar an einer Überdosis sterben könnten (http://dx.doi.org/10.1111/j.1360-0443.2010.03252.x).

Themenverwandte Meldungen

Cannabiskonsum kann bei Menschen mit entsprechender Veranlagung zu einem früheren Auftreten psychotischer Erkrankungen führen. Das haben jetzt australische Wissenschaftler nachgewiesen.
Im Jahr 2010 haben weniger Jugendliche regelmäßig Alkohol getrunken als noch im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Sie besagt jedoch auch, dass das Koma-Saufen vor allem unter jungen Männern noch immer weit verbreitet ist.
Bestimmte Rezeptoren im Gehirn bestimmen darüber, wie anfällig ein Mensch für eine Nikotinsucht ist. Darauf deuten Forschungsergebnisse aus den USA hin.
Anzeige
Newsfeed zu Ihrer Google-Startseite hinzufügen RSS-Feed Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen
Anzeige
Anzeige
Anzeige