Spulwurm-Protein wirkt gegen Blutvergiftungen
Düsseldorf (mp).
Spulwürmer können verschiedene Teile des menschlichen Körpers besiedeln. Um ihr Überleben zu sichern, geben die Parasiten bestimmtes Eiweiß (Protein) ab. Diese Substanz hat eine weitere Wirkung: Sie kann offenbar Blutvergiftungen eindämmen. Darauf weisen nun die Forschungsergebnisse eines internationalen Teams hin.
Gelangen Bakterien in den Organismus, kann unter Umständen eine Blutvergiftung entstehen. Diese von Medizinern als Sepsis bezeichnete Erkrankung ist eine schwere Entzündungsreaktion im gesamten Körper, die zum Absterben von Gewebe, zu verstopften Blutgefäßen und zu Organversagen führen kann. Bisherige Therapieansätze basieren häufig auf starken Antibiotika, die allerdings oft schwere Nebenwirkungen mit sich bringen und beispielsweise die Leber angreifen können. Trotz einer Verbesserung der intensivmedizinischen Behandlung innerhalb der vergangenen Jahre erliegen nach wie vor zahlreiche Betroffene einer Sepsis, weshalb Ärzte nach neuen Behandlungsmöglichkeiten suchen.
Wie die internationalen Forscher nun im Fachmagazin "Nature Immunology" berichten, könnte das Protein "ES-62", das der Spulwurm Acanthocheilonema viteae absondert, eine Basis für neue Medikamente sein. Denn ES-62 ist dazu in der Lage, die sehr starke Entzündungsreaktion zu unterbinden, indem es auf bestimmte Zellen des Immunsystems wirkt. In Kombination mit Antibiotika ließe sich das Eskalieren der körperweiten Entzündung möglicherweise verhindern, was vielen Patienten künftig das Leben retten könnte (http://dx.doi.org/10.1038/ni.2004).
Gelangen Bakterien in den Organismus, kann unter Umständen eine Blutvergiftung entstehen. Diese von Medizinern als Sepsis bezeichnete Erkrankung ist eine schwere Entzündungsreaktion im gesamten Körper, die zum Absterben von Gewebe, zu verstopften Blutgefäßen und zu Organversagen führen kann. Bisherige Therapieansätze basieren häufig auf starken Antibiotika, die allerdings oft schwere Nebenwirkungen mit sich bringen und beispielsweise die Leber angreifen können. Trotz einer Verbesserung der intensivmedizinischen Behandlung innerhalb der vergangenen Jahre erliegen nach wie vor zahlreiche Betroffene einer Sepsis, weshalb Ärzte nach neuen Behandlungsmöglichkeiten suchen.
Wie die internationalen Forscher nun im Fachmagazin "Nature Immunology" berichten, könnte das Protein "ES-62", das der Spulwurm Acanthocheilonema viteae absondert, eine Basis für neue Medikamente sein. Denn ES-62 ist dazu in der Lage, die sehr starke Entzündungsreaktion zu unterbinden, indem es auf bestimmte Zellen des Immunsystems wirkt. In Kombination mit Antibiotika ließe sich das Eskalieren der körperweiten Entzündung möglicherweise verhindern, was vielen Patienten künftig das Leben retten könnte (http://dx.doi.org/10.1038/ni.2004).





