Hirntumor durch einzelnen Gendefekt: Hilfe wird erforscht
Heidelberg (mp).
Ein gefährlicher Hirntumor (pilozytisches Astrozytom) kann bereits durch den Defekt eines einzigen Gens ausgelöst werden. Das haben jetzt Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Universitätsklinikums Heidelberg an Mäusen gezeigt. Dabei handelt es sich um ein Gen, das an der Signalgebung der Zelle beteiligt ist.
Für den Nachweis wurde das defekte Gen BRAF in die Nervenvorläuferzellen der Nagetiere eingebracht. Bei 91 Prozent der so behandelten Tiere entwickelten sich im Bereich der Injektionsstelle Tumore, die in Biologie, Wachstumseigenschaften und Gewebestruktur dem pilozytischen Astrozytom entsprachen. Die Forscher konnten belegen, dass das defekte Gen dauerhaft ein Enzym aktiviert, das der Krebszelle ständig Wachstumssignale liefert.
Diese Art von Hirntumor ist laut des DKFZ der häufigste bei Kindern. Er wächst langsam und ist meist gutartig. Oft jedoch können Chirurgen den diffus wachsenden Tumor nicht komplett herausoperieren. Das bedeutet, dass die Patienten unbedingt weitere Therapien benötigen, um verbleibendes Tumorgewebe abzutöten. Chemo- oder Strahlentherapie, die überdies zu starken Nebenwirkungen führen können, beeinflussen gerade diese sehr langsam wachsenden Tumoren kaum. Die betroffenen Kinder sind dringend auf neue, zielgerichtete Behandlungen angewiesen.
Mit dem Hemmstoff Sorafenib konnten die Wissenschaftler das Enzym unterdrücken und dadurch das Krebswachstum verlangsamen. Nun gibt es mit den erkrankten Mäusen ein geeignetes Modellsystem, um neu entwickelte Medikamente gegen das pilozytische Astrozytom zu erproben. Das fehlte bislang (http://dx.doi.org/10.1172/JCI44656).
Für den Nachweis wurde das defekte Gen BRAF in die Nervenvorläuferzellen der Nagetiere eingebracht. Bei 91 Prozent der so behandelten Tiere entwickelten sich im Bereich der Injektionsstelle Tumore, die in Biologie, Wachstumseigenschaften und Gewebestruktur dem pilozytischen Astrozytom entsprachen. Die Forscher konnten belegen, dass das defekte Gen dauerhaft ein Enzym aktiviert, das der Krebszelle ständig Wachstumssignale liefert.
Diese Art von Hirntumor ist laut des DKFZ der häufigste bei Kindern. Er wächst langsam und ist meist gutartig. Oft jedoch können Chirurgen den diffus wachsenden Tumor nicht komplett herausoperieren. Das bedeutet, dass die Patienten unbedingt weitere Therapien benötigen, um verbleibendes Tumorgewebe abzutöten. Chemo- oder Strahlentherapie, die überdies zu starken Nebenwirkungen führen können, beeinflussen gerade diese sehr langsam wachsenden Tumoren kaum. Die betroffenen Kinder sind dringend auf neue, zielgerichtete Behandlungen angewiesen.
Mit dem Hemmstoff Sorafenib konnten die Wissenschaftler das Enzym unterdrücken und dadurch das Krebswachstum verlangsamen. Nun gibt es mit den erkrankten Mäusen ein geeignetes Modellsystem, um neu entwickelte Medikamente gegen das pilozytische Astrozytom zu erproben. Das fehlte bislang (http://dx.doi.org/10.1172/JCI44656).





