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Zahl der Schwangerschaftsabbrüche leicht rückläufig

Wiesbaden (mp). Rund 110 400 Frauen haben in Deutschland im Jahr 2010 einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Das sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes 300 Abbrüche oder 0,2 Prozent weniger als im Jahr 2009.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant. Rund 79 Prozent der Abtreibungen wurden in gynäkologischen Praxen und knapp 19 Prozent ambulant in Krankenhäusern vorgenommen. Sechs Prozent der Frauen begaben sich für den Eingriff in ein Bundesland, in dem sie nicht wohnten. Über 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. In weniger als drei Prozent der Fälle lag ein medizinischer oder kriminologischer Grund für den Abbruch vor. Immer noch wurden die meisten Schwangerschaftsabbrüche mit der Absaugmethode vorgenommen, das traf auf 72 Prozent der Fälle zu. Bei 15 Prozent wurde die Abtreibungspille Mifegyne verwendet.

Mit 74 Prozent war die Mehrheit der Frauen zwischen 18 und 34 Jahren alt. Zwischen 35 und 39 Jahren waren 15 Prozent. Fast acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag bei vier Prozent, womit ihre Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 400 auf rund 4 500 minderjährige Abtreibende zurückging. 40 Prozent der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

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Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im Jahr 2009 mit rund 110 700 Eingriffen um 3,3 Prozent zurückgegangen. Damit sank die Zahl der Abtreibungen erneut. Schon ein Jahr zuvor konnten rückläufige Zahlen verzeichnet werden.
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