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Arbeitslosigkeit gesünder als schlechte Jobs

Düsseldorf (mp). Viele Arbeitslose leiden unter ihrer Situation und es entstehen deshalb sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden. Doch eine schlecht bezahlte Anstellung ohne Einflussmöglichkeiten ist noch schlechter für die Gesundheit. Das belegt nun eine Studie aus Australien. Die Experten haben dafür das Befinden von Menschen ohne Arbeit und von Personen in unqualifizierten Tätigkeiten analysiert. Berücksichtigt worden sind Details wie Bildungsniveau und Familienstand.

Gemäß der Veröffentlichung im Fachmagazin "Occupational and Environmental Medicine" haben Menschen in schlechten Jobs oft viele psychische Probleme aufgrund ihrer Situation. Als schlechter Job gilt eine Anstellung, bei der unter schlechten Bedingungen - zum Beispiel Mobbing - gearbeitet werden muss oder bei der die Arbeitnehmer keinerlei Möglichkeit für eine Einflussnahme haben. Dies ist für viele Beschäftigten zermürbend. Sie leiden beispielsweise darunter, ihre Ideen nicht einbringen zu können und kaum positive Rückmeldungen seitens der Vorgesetzten zu erhalten. Ebenfalls belastend kann es sein, wenn in Unternehmen verhärtete Strukturen vorherrschen und trotz ihrer Ineffizienz nie aufgebrochen werden. All diese Faktoren sowie die oft mit unqualifizierten Jobs verbundene schlechte Bezahlung sind gemäß den Experten für die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit verantwortlich (http://dx.doi.org/10.1136/oem.2010.059030).

Angesichts der neuen Studienergebnisse sollte die Praxis überdacht werden, arbeitslose Menschen wahllos in irgendwelche Anstellungen zu vermitteln. Sie mögen dann zwar aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden sein. Doch aus gesundheitlicher Sicht kann das neue Arbeitsverhältnis unter Umständen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und langfristig im schlimmsten Fall zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen.

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mp Düsseldorf - Wer ohne Einflussnahme im Beruf ist oder einen unqualifizierten Job hat, leidet darunter oft sehr. Auf die Gesundheit wirkt sich dies oft schlimmer aus als eine Arbeitslosigkeit.
DAK
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