Bei Kindern mit "Bestechung" zur gesunden Ernährung
München (mp).
Um Kindern ein gesundes Ernährungsverhalten beizubringen, darf sie auch einmal "bestochen" werden. "Eltern dürfen ruhig zu verschiedenen Taktiken wie Belohnung und Loben greifen, damit Kinder Essen probieren, das sie zunächst ablehnen", verweist Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte, auf aktuelle Studienergebnisse britischer Forscher. Demnach wählen Kinder, die mit Hilfe von begehrten Stickern oder verbaler Anerkennung dazu motiviert wurden, Gemüse zu essen, auch Monate später noch freiwillig diese Lebensmittel.
Für die Studie ließen Dr. Lucy Cooke und ihre Kollegen von der Universität London 400 Vier- bis Sechsjährige sechs verschiedene Gemüsesorten probieren und nach Beliebtheit einordnen. Das Gemüse, das an vierter Stelle bei der Geschmacksbewertung lag, wurde Kindern dann im Verlauf der nächsten zwei Wochen immer wieder in kleinen Mengen serviert. Einige von ihnen erhielten als Belohnung einen Aufkleber (Pluspunkte), andere wurden gelobt, wenn sie das Gemüse aßen. Die restlichen Kinder bekamen - als Kontrollgruppe - weder eine verbale noch eine andere Belohnung dafür. Insgesamt drei Monate lang beobachteten die Wissenschaftler, zu welchem Gemüse die Kinder griffen. Es zeigte sich, dass die zu Studienbeginn durch Worte oder Bonuspunkte motivierten Kinder später freiwillig auch nicht so beliebtes Gemüse konsumierten "Essen ist, bis auf wenige Geschmacksausnahmen, eine Frage der Gewöhnung", so Dr. Fegeler. Deshalb sollten Eltern früh damit anfangen, ihrem Kind eine ausgewogene Ernährung anzubieten, selbst wenn das Kind anfangs vielen Gemüse- und Obstsorten skeptisch gegenübersteht (www.kinderaerzte-im-netz.de).
Für die Studie ließen Dr. Lucy Cooke und ihre Kollegen von der Universität London 400 Vier- bis Sechsjährige sechs verschiedene Gemüsesorten probieren und nach Beliebtheit einordnen. Das Gemüse, das an vierter Stelle bei der Geschmacksbewertung lag, wurde Kindern dann im Verlauf der nächsten zwei Wochen immer wieder in kleinen Mengen serviert. Einige von ihnen erhielten als Belohnung einen Aufkleber (Pluspunkte), andere wurden gelobt, wenn sie das Gemüse aßen. Die restlichen Kinder bekamen - als Kontrollgruppe - weder eine verbale noch eine andere Belohnung dafür. Insgesamt drei Monate lang beobachteten die Wissenschaftler, zu welchem Gemüse die Kinder griffen. Es zeigte sich, dass die zu Studienbeginn durch Worte oder Bonuspunkte motivierten Kinder später freiwillig auch nicht so beliebtes Gemüse konsumierten "Essen ist, bis auf wenige Geschmacksausnahmen, eine Frage der Gewöhnung", so Dr. Fegeler. Deshalb sollten Eltern früh damit anfangen, ihrem Kind eine ausgewogene Ernährung anzubieten, selbst wenn das Kind anfangs vielen Gemüse- und Obstsorten skeptisch gegenübersteht (www.kinderaerzte-im-netz.de).





