Nahrungsergänzungsmittel regt Insulinausschüttung an
Bonn (mp).
Konjugierte Linolsäuren (CLA) sind bestimmte Arten von Fettsäuren, die natürlicherweise in der Milch und dem Fleisch von Wiederkäuern vorkommen. Hochdosierte Kapseln dieser Verbindungen stehen als Nahrungsergänzungsmittel in den Regalen von Drogerien und Supermärkten. Sie werden laut Prof. Dr. Evi Kostenis vom Pharma-Zentrum Bonn quasi als Allheilmittel angepriesen. "Sie sollen Fett verbrennen, Muskelmasse aufbauen, schön machen, gegen Entzündungen helfen, sogar Krebs vorbeugen", so Kostenis. Die Werbung verspreche viel, doch bewiesen sei bisher keine dieser Wirkungen.
Dagegen hätten einige klinische Studien bereits gezeigt, dass Menschen unter hohen CLA-Dosen mehr oder weniger Insulin ausschütten und unter Umständen eine Insulinresistenz entwickeln. Konjugierte Linolsäuren stimulieren in der Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin, haben Forscher der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit Tübinger Kollegen herausgefunden. Es sei zwar noch nicht absehbar, was passiert, wenn jemand die Substanz über viele Jahre einnimmt, da solide Langzeitstudien am Menschen bisher fehlen. "Wir wissen nicht, ob Menschen, die regelmäßig mehrere Gramm der Substanzen schlucken, dadurch irgendwann Diabetes entwickeln", sagt Prof. Kostenis. Denkbar sei auch das Gegenteil: Vielleicht tue den Bauchspeicheldrüsenzellen die wiederholte Stimulation gut. Möglicherweise eigneten sich CLA damit auch als Arzneimittel gegen Diabetes Typ II. Das alles müssten zukünftige Studien erst zeigen. Die Studie erscheint am 8. April in dem Fachmagazin "Journal of Biological Chemistry".
Dagegen hätten einige klinische Studien bereits gezeigt, dass Menschen unter hohen CLA-Dosen mehr oder weniger Insulin ausschütten und unter Umständen eine Insulinresistenz entwickeln. Konjugierte Linolsäuren stimulieren in der Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin, haben Forscher der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit Tübinger Kollegen herausgefunden. Es sei zwar noch nicht absehbar, was passiert, wenn jemand die Substanz über viele Jahre einnimmt, da solide Langzeitstudien am Menschen bisher fehlen. "Wir wissen nicht, ob Menschen, die regelmäßig mehrere Gramm der Substanzen schlucken, dadurch irgendwann Diabetes entwickeln", sagt Prof. Kostenis. Denkbar sei auch das Gegenteil: Vielleicht tue den Bauchspeicheldrüsenzellen die wiederholte Stimulation gut. Möglicherweise eigneten sich CLA damit auch als Arzneimittel gegen Diabetes Typ II. Das alles müssten zukünftige Studien erst zeigen. Die Studie erscheint am 8. April in dem Fachmagazin "Journal of Biological Chemistry".





