Zukunftsvision: Das nachwachsende Herz
Heidelberg (mp).
Nur eine Transplantation kann vielen schwer herzkranken Menschen das Leben retten. Doch es gibt nicht genug Spenderherzen. Im Jahr 2010 wurden laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation 377 Herz- und 16 kombinierte Herz-Lungen- Transplantationen durchgeführt, gleichzeitig aber fast doppelt so viele Menschen neu auf die Warteliste gesetzt. "Es ist nötig, neue und vor allem innovative Strategien für die Behandlung dieser Patienten zu entwickeln, um möglichst unabhängig von Spenderorganen zu werden", erklärt Dr. Weymann vom Universitätsklinikum Heidelberg.
Nun ist es das Ziel eines Wissenschaftlerteams der Universitätsklinik für Herzchirurgie Heidelberg, aus patienteneigenen Zellen ein neues und funktionsfähiges Herz heranwachsen zu lassen. Die technischen Voraussetzungen dazu sind nun erstmals erfüllt: Im Februar 2011 hat die Gruppe um Dr. Alexander Weymann einen neuartigen Bioreaktor in Betrieb genommen, der groß genug ist und optimale Wachstumsbedingungen für das neue Organ bietet. In dem transparenten Reaktor herrschen gleiche Bedingungen wie im menschlichen Körper. So wird beispielsweise die Nährflüssigkeit mit den Patientenzellen stoßweise, wie beim schlagenden Herzen, durch das neu entstehende Organ gepumpt.
Noch ist es bis zum maßgeschneiderten Ersatzherz allerdings ein weiter Weg. Ein funktionsfähiges Herz besteht aus mehreren Zelltypen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen und eng miteinander vernetzt sind. "Die Forschung auf diesem Gebiet steht noch ganz am Anfang. Wir wissen zum Beispiel noch nicht, welche Faktoren während dieses hochkomplexen Vorgangs, die Zellen an den richtigen Platz im Gewebeverband zu lotsen oder das Herz zum Schlagen zu bringen", notwendig sind, so Weymann.
Diese Fragen will die Arbeitsgruppe nun klären. In den ersten Versuchen kommen Herzzellen von neugeborenen Ratten zum Einsatz. In Zukunft könnten jedoch Stammzellen aus dem Nabelschnurblut, direkt bei der Geburt tiefgefroren und eingelagert, den schwer kranken Patienten zu einem neuen Herz verhelfen.
Nun ist es das Ziel eines Wissenschaftlerteams der Universitätsklinik für Herzchirurgie Heidelberg, aus patienteneigenen Zellen ein neues und funktionsfähiges Herz heranwachsen zu lassen. Die technischen Voraussetzungen dazu sind nun erstmals erfüllt: Im Februar 2011 hat die Gruppe um Dr. Alexander Weymann einen neuartigen Bioreaktor in Betrieb genommen, der groß genug ist und optimale Wachstumsbedingungen für das neue Organ bietet. In dem transparenten Reaktor herrschen gleiche Bedingungen wie im menschlichen Körper. So wird beispielsweise die Nährflüssigkeit mit den Patientenzellen stoßweise, wie beim schlagenden Herzen, durch das neu entstehende Organ gepumpt.
Noch ist es bis zum maßgeschneiderten Ersatzherz allerdings ein weiter Weg. Ein funktionsfähiges Herz besteht aus mehreren Zelltypen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen und eng miteinander vernetzt sind. "Die Forschung auf diesem Gebiet steht noch ganz am Anfang. Wir wissen zum Beispiel noch nicht, welche Faktoren während dieses hochkomplexen Vorgangs, die Zellen an den richtigen Platz im Gewebeverband zu lotsen oder das Herz zum Schlagen zu bringen", notwendig sind, so Weymann.
Diese Fragen will die Arbeitsgruppe nun klären. In den ersten Versuchen kommen Herzzellen von neugeborenen Ratten zum Einsatz. In Zukunft könnten jedoch Stammzellen aus dem Nabelschnurblut, direkt bei der Geburt tiefgefroren und eingelagert, den schwer kranken Patienten zu einem neuen Herz verhelfen.





