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Neuer Wirkstoff gegen Entzündungen entwickelt

Düsseldorf (mp). Einen synthetischen Wirkstoff gegen schwere Entzündungserkrankungen haben jetzt Wissenschaftler der Freien Universität Berlin entwickelt. Bei dem dendritischen Polyglycerolsulfat (dPGS) handelt es sich um einen makromolekularen Wirkstoff, der das Auswandern von weißen Blutzellen (Leukozyten) in Entzündungsareale unterdrückt und somit die Selbstheilung fördern soll.

Bislang werden zur Behandlung schwerer Entzündungserkrankungen Mittel eingesetzt, die trotz ihres großen therapeutischen Nutzens auch Nachteile haben. So treten bei Glucocorticoiden häufig viele Nebenwirkungen auf, Biologica verursachen hohe Kosten und wirkt nur in einem Bereich der Entzündung, aber nicht flächendeckend. Der neue Wirkstoff dPGS hingegen wirkt in mehrfacher Hinsicht und kann zudem kostengünstig herzustellen werden.

Der neue Wirkstoff ist bereits zum Patent angemeldet. Die Arbeitsgruppe arbeitet zurzeit an der Herstellung einer Prüfcharge, die den Richtlinien der Gesundheitsbehörden entspricht. Die Polyglycerolsulfate sollen dann die präklinische Entwicklung durchlaufen und in klinischen Studien erprobt werden. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie der Unternehmen Bayer Schering Pharma AG und mivenion GmbH wurden die antientzündlichen Eigenschaften des neuen Wirkstoffes in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht (http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1003103107).

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