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Weiterhin keine Jodeinnahme in Deutschland erforderlich

Regenstauf (mp). Eine vorsorgliche Einnahme von Jod ist unnötig und gefährdet die Gesundheit. Darauf macht jetzt auch die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) aufmerksam. Auch vier Wochen nach der Reaktorkatastrophe in Japan gibt es in Europa keinen Grund, den Mineralstoff zusätzlich einzunehmen.

Bereits die Ärztekammer Niedersachsen hatte vor drei Wochen dringlichst davon abgeraten. Denn wer ohne ärztlichen Rat Jodtabletten einnimmt, riskiert schwere Nebenwirkungen. Dies betrifft vor allem Säuglinge und Kleinkinder, aber auch alte Menschen, Patienten mit Schilddrüsenknoten, Kropf oder einer Überfunktion der Schilddrüse. Bei ihnen kann die Jodeinnahme zu gefährlichen Stoffwechselentgleisungen führen.

Nukleare Katastrophen wie in Fukushima in Japan setzen radioaktive Teilchen frei, auch radioaktives Jod. Menschen nehmen es über die Atemluft oder auch über die Nahrung auf. Die Schilddrüse verwertet das Jod und bildet daraus Hormone, die vor allem Stoffwechsel und Wachstum steuern. Auf diese Weise in den Körper gelangtes radioaktives Jod kann Schilddrüsenkrebs auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, da sie sich noch in der Entwicklung befinden. Für Erwachsene, die älter als 40 Jahre sind, soll das Schilddrüsenkrebsrisiko sehr gering sein. Die rechtzeitige Einnahme von hoch dosierten Jodtabletten kann die Aufnahme radioaktiven Jods in die Schilddrüse blockieren. Aber wie erwähnt, ist das hierzulande nicht nötig.

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Es ist unwahrscheinlich, dass eine radioaktive Wolke aus Japan Europa erreicht. Deshalb wird von der prophylaktischen Einnahme von Jodtabletten dringend abgeraten. Dies kann der Gesundheit schaden.
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mp Regenstauf - Auch vier Wochen nach der Reaktorkatastrophe in Japan ist es weiterhin in Deutschland nicht nötig, prophylaktisch Jod einzunehmen.
ABDA
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