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Chroniker-Programme lohnen sich für Diabetiker

Heidelberg (mp). Die Teilnahme an einem Chroniker-Programm scheint sich für Patienten mit Diabetes Typ 2 auszuzahlen. Das legt eine Studie der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg im Auftrag des AOK-Bundesverbandes nahe. Sogenannte Disease-Management-Programme (DMP) werden seit 2003 von den Krankenkassen angeboten. Dabei koordiniert der Hausarzt eine kontinuierliche Betreuung des Patienten. Durch eine optimierte Abstimmung der Behandlung sollen die Lebensqualität des Betroffenen verbessert und Spätfolgen der Krankheit verhindert werden.

Im Rahmen der Studie hatten 865 DMP-Teilnehmer und 534 normal betreute Patienten einen standardisierten Fragebogen ausgefüllt. Mit einem Punktesystem von eins bis fünf sollten sie verschiedene Aspekte ihrer Versorgung bewerten. Mit durchschnittlich 3,21 Punkten bewerteten die DMP-Teilnehmer ihre Betreuung deutlich besser als die Vergleichsgruppe, die im Schnitt 2,86 Punkte vergab. Sie waren zufriedener mit dem Ablauf und der Organisation der Behandlung und gaben beispielsweise an, häufiger von ihrem Arzt erklärt zu bekommen, wie sie in schwierigen Phasen mit ihrer Erkrankung umgehen können. Sie fühlten sich vom Mediziner auch häufiger nach ihren Vorstellungen bei der Gestaltung des Behandlungsplans gefragt und erhielten bessere Unterstützung bei der eigenen Zielsetzung in Bezug auf Essverhalten oder Sport.

Die Befragung ist Bestandteil der ELSID-Studie, mit deren Hilfe der Erfolg der Programme untersucht werden soll. Dafür werden die Daten von 7 800 DMP-Diabetikern ausgewertet, die von Hausarztpraxen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt betreut werden. Die Versorgung in den Programmen wird mit derjenigen von 12 800 Diabetikern aus 400 Praxen verglichen, die nicht an den Angeboten teilnehmen. Die Ergebnisse der gesamten Studie sollen Ende 2008 veröffentlicht werden.

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mp Heidelberg - Die Teilnahme an einem Chroniker-Programm scheint sich für Patienten mit Diabetes vom Typ 2 auszuzahlen. Das legt eine Studie des Universitätsklinikums Heidelberg im Auftrag des AOK-Bundesverbandes nahe.
Foto: DAK/mp
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