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Überaktive Immunabwehr führt zu Altersblindheit

Bonn (mp). Eine überaktive Immunabwehr kann im Alter zur Erblindung führen. Das körpereigene Immunsystem spielt offenbar eine wichtige Rolle bei Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD), bei der die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut immer weiter geschädigt wird. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern aus Bonn, Göttingen und Regensburg, bei der 112 AMD-Betroffene und 67 gesunde Kontrollpersonen untersucht wurden.

Die Forscher überprüften das Blut der Probanden auf das Vorkommen von bestimmten Proteinen, die ein Bestandteil der angeborenen Immunabwehr sind und eine Rolle bei Entzündungen im Körper spielen. Bei den AMD-Patienten zeigten sich Veränderungen bei der Konzentration der Proteine im Blut, das Immunsystem war überaktiv. Die Wissenschaftler vermuten jetzt, dass eine permanente unterschwellige Entzündung im Körper die Altersblindheit verursachen könnte. Diese Erkrankung bleibt vermutlich jahrzehntelang folgenlos. Im höheren Alter kann sie aber dann zu Krankheitserscheinungen führen. Die Region des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte scheint dabei der anfälligste Ort zu sein.

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mp Bonn - Eine überaktive Immunabwehr kann im Alter zur Erblindung führen. Das körpereigene Immunsystem spielt offenbar eine wichtige Rolle bei Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD).
Foto: ABDA/mp
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