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Nebenwirkungen von Antidepressiva könnten gelindert werden

Chicago (mp). Viele mit Antidepressiva behandelte Frauen leiden unter Nebenwirkungen. Zu den unerwünschten Begleiterscheinungen können Sexualstörungen gehören. US-amerikanische Forscher haben nun offenbar einen Weg gefunden, diese zu lindern. Gemäß einer von ihnen durchgeführten Studie können die Sexualstörungen mit dem Wirkstoff Sildenafil, der auch in Viagra eingesetzt wird, zumindest teilweise reduziert werden.

In der Untersuchung wurden 98 Frauen überprüft, die alle mit Antidepressiva behandelt worden sind. Hierbei handelte es sich um spezielle Präparate, die dafür sorgen, dass die Konzentration des Botenstoffs Serotonin im Gehirn steigt. Bei einer Therapie mit diesen Medikamenten treten bei rund 30 bis 70 Prozent der Patienten Nebenwirkungen auf. Um die Wirksamkeit von Sildenafil zu ergründen, teilten die Forscher von der Universität von New Mexiko die Frauen in zwei Gruppen. Eine Gruppe nahm über einen Zeitraum von zwei Monaten ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr jeweils Sildenafil ein. Die Kontrollgruppe schluckte hingegen ein wirkstofffreies Placebo. 72 Prozent der Probandinnen, die das echte Medikament eingenommen hatten, empfanden eine Verbesserung ihres Sexuallebens; in der Vergleichsgruppe gaben dies nur 27 Prozent der Versuchsteilnehmerinnen an.

Bislang existieren keine Möglichkeiten, den Nebenwirkungen der Antidepressiva zu begegnen. Weil sich betroffene Frauen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen, brechen sie oft die Behandlung mit solchen Antidepressiva vorzeitig ab. Ihre Studienergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt im "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht.

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mp Chicago - Viele mit Antidepressiva behandelte Frauen leiden unter Nebenwirkungen. Zu den unerwünschten Begleiterscheinungen können Sexualstörungen gehören. US-amerikanische Forscher haben nun offenbar einen Weg gefunden, diese zu lindern.
Foto: ABDA/mp
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