Beratung vor Reisen in Malariagebiete wichtig
München/Düsseldorf (mp).
Eine 63-jährige Frau aus München ist vor kurzem nach einer Kenia-Reise an Malaria tropica, der schlimmsten Form des Tropenfiebers, gestorben. Der Fall zeigt nach Ansicht der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München, dass eine ärztliche Beratung vor Reisen in exotische Länder überlebenswichtig sein kann. Denn trotz starker Durchfälle nach der Rückkehr hat die Frau keinen Arzt aufgesucht. Zudem ist nicht bekannt, ob die Münchnerin eine Malaria-Prophylaxe durchgeführt hatte.
Je nach Reiseziel kann zur Malaria-Vorbeugung eine Chemoprophylaxe oder ein Medikament zur Notfall-Eigentherapie (sogenannten Stand-by-Medikation) mitgeführt werden. Die Notfallpräparate eigenen sich beispielsweise bei Reisen in Länder mit geringem Malaria-Risiko. Das Medikament muss während des gesamten Aufenthalts mitgeführt und erst bei eventuellen Krankheitsanzeichen eingenommen werden. In Gegenden mit hohem Malaria-Infektionsrisiko wie Ost- und Westafrika sollte dagegen zur Vorbeugung dauerhaft entsprechende Medikamente eingenommen werden, auch wenn die Nebenwirkungen je nach Präparat massiv sein können.
Vor Ort ist besonders auf einen guten Insektenschutz zu achten. Dazu zählt das Tragen hautbedeckender, langer Kleidung, die Behandlung von Haut und Kleidung mit moskitoabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, und der Aufenthalt in mückensicheren Räumen. Dies gilt vor allem nachts. Fliegengitter vor den Fenstern und ein Nachtlager unter einem Moskitonetz sind empfehlenswert. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Ebenso wichtig ist es, bei Erkrankungen nach der Rückkehr unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn keine Beschwerden auftreten, sollten die Medikamente entsprechend der Angaben der Packungsbeilage auch nach der Heimkehr weiter eingenommen werden.
Malaria kann wie die meisten Tropenkrankheiten heute gut behandelt werden. Todesfälle sind durch rechtzeitige Diagnose und Therapie vermeidbar. Malaria gilt als häufigste Tropenkrankheit der Erde. Weltweit erkranken schätzungsweise 500 Millionen Menschen jährlich; etwa eine Million Erkrankte überlebt die Infektion nicht. Der Erreger wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen. Vier verschiedene Malaria-Arten können auftreten, wovon nur die Malaria tropica als bösartig und lebensgefährlich gilt, da sie die roten Blutkörperchen zerstört und so eine Blutarmut auftritt.
Doch auch die anderen Arten sind durch Fieberschübe geprägt und können die Nierenfunktion beeinträchtigen. Die Inkubationszeit beträgt je nach Art zwischen sieben und 50 Tagen. Daher ist bei jedem unklaren Fieber während oder auch lange nach der Reise umgehend ein Arzt aufzusuchen. Dieser ist über die Malariagefahr zu informieren, die mit einem geeigneten Bluttest schnellstmöglich bestätigt oder ausgeschlossen werden sollte. Denn wird eine Malaria tropica nicht rechtzeitig behandelt, kann sie tödlich sein.
Je nach Reiseziel kann zur Malaria-Vorbeugung eine Chemoprophylaxe oder ein Medikament zur Notfall-Eigentherapie (sogenannten Stand-by-Medikation) mitgeführt werden. Die Notfallpräparate eigenen sich beispielsweise bei Reisen in Länder mit geringem Malaria-Risiko. Das Medikament muss während des gesamten Aufenthalts mitgeführt und erst bei eventuellen Krankheitsanzeichen eingenommen werden. In Gegenden mit hohem Malaria-Infektionsrisiko wie Ost- und Westafrika sollte dagegen zur Vorbeugung dauerhaft entsprechende Medikamente eingenommen werden, auch wenn die Nebenwirkungen je nach Präparat massiv sein können.
Vor Ort ist besonders auf einen guten Insektenschutz zu achten. Dazu zählt das Tragen hautbedeckender, langer Kleidung, die Behandlung von Haut und Kleidung mit moskitoabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, und der Aufenthalt in mückensicheren Räumen. Dies gilt vor allem nachts. Fliegengitter vor den Fenstern und ein Nachtlager unter einem Moskitonetz sind empfehlenswert. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Ebenso wichtig ist es, bei Erkrankungen nach der Rückkehr unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn keine Beschwerden auftreten, sollten die Medikamente entsprechend der Angaben der Packungsbeilage auch nach der Heimkehr weiter eingenommen werden.
Malaria kann wie die meisten Tropenkrankheiten heute gut behandelt werden. Todesfälle sind durch rechtzeitige Diagnose und Therapie vermeidbar. Malaria gilt als häufigste Tropenkrankheit der Erde. Weltweit erkranken schätzungsweise 500 Millionen Menschen jährlich; etwa eine Million Erkrankte überlebt die Infektion nicht. Der Erreger wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen. Vier verschiedene Malaria-Arten können auftreten, wovon nur die Malaria tropica als bösartig und lebensgefährlich gilt, da sie die roten Blutkörperchen zerstört und so eine Blutarmut auftritt.
Doch auch die anderen Arten sind durch Fieberschübe geprägt und können die Nierenfunktion beeinträchtigen. Die Inkubationszeit beträgt je nach Art zwischen sieben und 50 Tagen. Daher ist bei jedem unklaren Fieber während oder auch lange nach der Reise umgehend ein Arzt aufzusuchen. Dieser ist über die Malariagefahr zu informieren, die mit einem geeigneten Bluttest schnellstmöglich bestätigt oder ausgeschlossen werden sollte. Denn wird eine Malaria tropica nicht rechtzeitig behandelt, kann sie tödlich sein.





