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Angst vorm Fliegen?



Herzrasen und Schweißausbrüche, ein dringendes Fluchtbedürfnis beim Betreten des Flughafens oder gar schon beim Kofferpacken? Höhenangst und Platzangst können einem im Flieger zu schaffen machen, die Angst vor dem Absturz oder gar das so genannte Beifahrersyndrom, die erzwungene Passivität beim Fliegen, statt selbst das Steuer in der Hand zu haben. Aber auch tiefgehende persönliche Konflikte können zu Panikattacken vor und während des Fliegens führen.

Passagiere, die die Kontrolle über ihre Emotionen verlieren, können aber zur Gefahr für sich selbst und die anderen Reisenden werden, wenn sie in 10 000 Metern Höhe Aggression oder Fluchtverhalten zeigen. Weder Alkohol noch Medikamente helfen gegen die Angst selbst und führen bei regelmäßiger Einnahme außerdem zur Abhängigkeit.

Was aber kann man gegen Flugangst tun? Sachliche Argumente helfen meist wenig, weil das rationale Verständnis für den Flugvorgang durchaus vorhanden ist: Es ist bekannt, dass das Flugzeug zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt gehört, dem die oft gefürchteten Turbulenzen in der Regel kaum etwas anhaben können.

Selbsthilfe durch Entspannungsübungen oder beruhigende Tees ist nur bei leichter Flugangst wirkungsvoll. Bei schweren Angstzuständen sollte man auf professionelle Hilfe zurückgreifen: In Seminaren unter psychologischer Betreuung kann man lernen, seine Körperreaktionen und sein Verhalten besser zu kontrollieren. Außerdem klären erfahrene Piloten dort auch über Ausstattung und Funktion des Flugzeugs sowie Abläufe und Geräusche während des Fliegens auf, um diffuse Ängste vor unbekannten Eindrücken zu nehmen. Fragen Sie Ihre Fluggesellschaft nach Möglichkeiten für solche Seminare in ihrer Nähe.
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