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Flugreisen ohne Risiko



Das Reisen mit dem Flugzeug bedeutet aufgrund der besonderen Bedingungen - geringerer Luftdruck, möglicherweise erhöhte Kohlendioxidkonzentration in der Luft, geringere Luftfeuchte, räumliche Enge - für den Körper eine zusätzliche Belastung. Menschen mit schweren Kreislaufproblemen, schweren Allgemeinerkrankungen und psychiatrischen Erkrankungen, ansteckenden Krankheiten und Blutarmut sowie Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten nicht in ein Flugzeug steigen.

Die bisweilen extrem trockene Luft im Flugzeug führt leicht zur Austrocknung der Schleimhäute im Hals-Rachen-Raum und zu Reizungen der Augen. Deshalb sollten Träger von Kontaktlinsen während des Fluges lieber ihre Brille aufsetzen.

Die Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen führen auf langen Flügen zu einem verzögerten Rückstrom des Blutes in den Venen. Dadurch steigt die Thrombosegefahr bei älteren Menschen, Übergewicht, Rauchern, Gipsverbänden, Schwangeren und bei der Einnahme der Pille.

Herz-Kreislauf-Kranke



Fernreisen können für Menschen mit anhaltenden Herz-Kreislauf-Krankheiten zur akuten Verschlimmerung ihrer Beschwerden führen: Der relativ geringere Sauerstoffgehalt der Kabinenluft führt zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung des Körpers und zur Belastung des Herzens. Denken Sie an eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme während des Fluges (ca. 150 ml pro Flugstunde).

Herz-Kreislauf-Kranke sollten sich deshalb intensiv auf eine Reise vorbereiten.

Vor Antritt der Reise ist unbedingt mit dem Arzt über die möglichen Risiken und das entsprechende Verhalten zu sprechen. Eine gründliche Untersuchung und die stabile Einstellung auf die Medikamente in Abstimmung auf Impfungen und Prophylaxemaßnahmen müssen selbstverständlich sein.
Als Faustregel gilt: Wer beschwerdefrei ohne Hilfe die Gangway hinaufsteigen kann, ist in Bezug auf die Herzfunktion in aller Regel flugtauglich. Bei Herzinfarkt (in den ersten sechs Wochen danach), Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und nichteingestelltem Bluthochdruck ist von einer Flugreise abzuraten.

Menschen mit ausgeprägten Krampfadern und Thromboseneigung sind im Flugzeug besonders gefährdet und müssen mit Hilfe Ihres Arztes unbedingt vorbeugen. Träger von Herzschrittmachern und Marcumar-Patienten dürfen ihren entsprechenden Ausweis nicht vergessen (mehr Infos zum Reisen mit chronischen Krankheiten).

Schwangere



Auch Schwangere, die ggf. ohnehin unter Anämie leiden, können vom Sauerstoffmangel betroffen sein. Die Auswirkungen der Weltraumstrahlung in großer Höhe ist leider noch nicht hinreichend untersucht, doch sind Effekte auf den kindlichen wie mütterlichen Organismus nicht auszuschließen. Kritisch ist besonders die Zeit der Hirnentwicklung des Kindes in der 8. bis 15. Schwangerschaftswoche. Von häufigen Flugreisen während der Schwangerschaft wird deshalb generell abgeraten (mehr Infos zum Reisen und Schwangerschaft).

Das lange Sitzen begünstigt außerdem Thrombosen, deshalb zwischendurch immer wieder auf und ab gehen und Gymnastik machen. Die räumliche Enge von Sitz, Gängen und Toilette muss insbesondere in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten mitbedacht werden.

Bei Fernreisen muss das Risiko durch Impfungen und Prophylaxemaßnahmen frühzeitig abgeschätzt werden: Manche Medikamente beeinträchtigen den Fetus.

Kinder



Der kindliche Organismus stellt sich nicht so schnell auf neue Lebensumstände um. Von Fernreisen mit kleinen Kindern wird deshalb abgeraten, weil gerade in tropischen Gebieten das heißfeuchte Klima und möglicherweise notwendige Prophylaxemaßnahmen die Kleinen stark belasten können.

Auf langen Flugreisen werden überdies die räumliche Enge und Langeweile für Kinder oft zum Problem. Sorgen Sie deshalb frühzeitig für kindgerechte Plätze im Flugzeug und genügend Spielideen (mehr Infos zum Reisen mit Kindern).
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