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Mit Auto und Motorrad unterwegs



Mit Auto und Motorrad ist man auf Reisen am unabhängigsten und kann Route und Abfahrtzeit beliebig bestimmen. Doch diese Flexibilität hat ihren Preis: Kilometerlange Staus zu Ferienzeiten und im Berufsverkehr. Das stundenlange Sitzen im Auto, womöglich bei sommerlicher Hitze, bedeutet für den Körper alles andere als Ferienstimmung, nämlich Stress: Schwere Beine, steife Rücken und Kreislaufschwäche können die Folge sein. Motorradfahrer haben es durch die einseitige Haltung auf langen Strecken noch schwerer.

Die körperliche Beeinträchtigung gefährdet nicht nur Sie selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Doch das muss nicht sein: Wer gerne mit den eigenen zwei bis vier Rädern unterwegs ist, kann mit wenigen Tricks den Urlaub schon mit der Abfahrt beginnen lassen und auch entspannt zurückkehren, ohne den Erholungseffekt zu vernichten. Dasselbe gilt natürlich auch für die Nutzung von Mietwagen im Reiseland.

Fahrzeug-Check


Ist das Auto bzw. Motorrad technisch in Ordnung? Überprüfen Sie vor Reiseantritt unbedingt Reifenprofil und Luftdruck, Licht- und Bremsanlage, die Scheibenwischer und den Füllstand von Bremsflüssigkeit, Kühlflüssigkeit, Öl und Scheibenwischwasser. Ist die Batterie noch leistungsfähig? Ist alles zum Reifenwechsel intakt und griffbereit? Sind Warndreieck, Verbandskasten und Starterkabel im Kofferraum? Stellen Sie außerdem den ausreichenden Versicherungsschutz alle Insassen sicher.

Reiseroute


Planen Sie Ihre Route frühzeitig und informieren Sie sich über die mögliche Staugefahr durch Ferienzeiten, Berufsverkehr und Baustellen bei den Automobilclubs. Ziehen Sie malerische Nebenstrecken den Hauptverkehrsadern vor, dann sind sogar noch kleine Abstecher zu Sehenswürdigkeiten möglich.

Abfahrtzeit


In den frühen Morgenstunden sind die meisten Straßen noch leer. Wer nach der Tiefschlafphase gegen drei oder vier Uhr morgens starten kann, ist zum Mittagessen vielleicht schon am Urlaubsziel - und das ohne Stau. Allerdings ist von Blitzstarts nach einem anstrengenden Arbeitstag abzuraten, denn Übermüdung im Straßenverkehr führt oft zu Unfällen. Die meisten Urlauber machen sich am Freitag oder Samstag auf den Weg - und stehen im Stau. Am Wochenanfang dagegen sind die Fernstraßen am wenigsten belastet - nutzen Sie diese Chance. Mittlerweile ist es auch kein großes Problem mehr, Hotelzimmer ab Montag, Dienstag oder Mittwoch zu buchen.

Pausen


Legen Sie regelmäßig - spätestens alle zwei Stunden - Pausen ein, atmen Sie tief durch und vertreten Sie sich die Beine. Eine kleine Wanderung oder ein wenig Gymnastik gegen schwere Beine und steife Rücken können wahre Wunder wirken. Nach einer leichten Mahlzeit und einem kleinen Nickerchen an der frischen Luft fühlen Sie sich wahrscheinlich wie neugeboren und können sich entspannt auf die nächste Etappe einlassen. Planen Sie auf langen Strecken Zwischenübernachtungen ein, die Ihnen nicht nur Gelegenheit zur Entspannung, sondern womöglich noch einen sehenswürdigen Ausflug bieten - denn auch der Weg kann ja schon ein Urlaubsziel sein.

Ernährung


Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - auch auf Reisen. Sorgen Sie deshalb für genügend erfrischende Getränke, am besten Mineralwasser, verdünnte Säfte oder Früchtetees. Verzichten Sie lieber auf üppige fettreiche Mahlzeiten, sondern gönnen Sie sich bei jeder Pause eine leichte Kleinigkeit wie frisches Obst und knackige Salate, also eher kohlenhydratreiche Snacks. Pommes, Würstchen und Erbsensuppe sind für Ihren Verdauungstrakt eher eine Belastung, machen müde und blähen auf.

Übelkeit?


Wenn Sie unterwegs zu Übelkeit neigen, sollten Sie im Auto (wie auch im Flugzeug oder Bus) aufs Lesen verzichten. Blicken Sie geradeaus und konzentrieren Sie sich auf einen Punkt am Horizont. Frische Luft und Kaubewegungen helfen gegen anhaltendes Magengrimmen (mehr Infos zur Reisekrankheit).
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