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Magen-Darm-Erkrankungen



Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kommt es immer wieder zu manchmal anhaltenden, zum Teil auch blutigen Durchfällen. Die häufig gegen diese Krankheiten verabreichten so genannten Immunsuppressiva (z. B. mit Cortison) führen zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen.

Damit fällt es aber auf Reisen in Ländern mit erhöhtem Durchfallrisiko häufig schwer, einen Schub der Grunderkrankung von einer infektiösen Durchfallerkrankung zu unterscheiden. Eine mikrobiologische Untersuchung des Stuhls vor der Einleitung einer Therapie mit Glukokortikosteroiden ist obligat, zumal diese Medikamente auch zu einer Ausbreitung evtl. vorhandener Erreger beitragen können.

Im Zweifel sollten Betroffene deshalb bei Durchfällen auf Reisen immer einen Arzt aufsuchen, insbesondere wenn Symptome wie Blut im Stuhl und Fieber mit dem Durchfall einhergehen. Eine eigenständige Erhöhung Ihrer Medikamentendosis sollten Sie vermeiden. Bei plötzlicher Verstopfung, der Auftreibung der Bauchdecke und Schmerzen ist sofort ärztliche Hilfe notwendig.

Gerade Menschen, die an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa leiden, müssen ganz besonders auf Hygiene und Ernährung achten, um jeglicher Magen-Darm-Infektion möglichst vorzubeugen. Betroffene mit einem akuten Krankheitsschub, mit Fieber, Stenosen (Darmverengung) und Abszessen sowie ausgeprägter Blutarmut sollten auf eine Reise ganz verzichten. Sprechen Sie auf jeden Fall im Vorfeld der Reise mit Ihrem Arzt über Ihre Pläne und lassen Sie sich gegebenenfalls für die Reise ein zweisprachiges Attest (deutsch-englisch) über Ihren Krankheitsverlauf und ihre Medikamente ausstellen.

Stomaträger


Stomaträger und Ureterofistelträger sollten vor Antritt einer Flugreise ihren Beutel unbedingt entleeren. Dies ist notwendig, da der volle Beutel durch den Unterdruck im Flugzeug plötzlich platzen kann.

Nehmen Sie einen genügenden Vorrat an Hilfsmitteln mit, denn diese sind am Zielort oft nicht verfügbar. Außerdem kann es passieren, dass durch die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit der Karayaring nicht zuverlässig schließt und ein häufiger Beutel- bzw. Ringwechsel erforderlich wird. Bedenken Sie außerdem, dass durch ungewohnte Ernährung oder Magen-Darm-Infektionen die Verdauung stark beeinträchtigt werden kann.
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