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Herz-Kreislauf-Krankheiten



Die ungewohnten Belastungen auf Reisen - Anreise, Reisezeit, Klimaänderungen, Zeitumstellung, Infektionsrisiken etc. - können bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zur akuten Verstärkung der Beschwerden führen. Vor allem Menschen mit Bluthochdruck oder Herzschwäche, Herzfehlern, koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen unterliegen diesem Risiko.

Deshalb ist es für Betroffene besonders wichtig, sich gut und frühzeitig auf die Reise vorzubereiten: Sprechen Sie vor Reiseantritt unbedingt mit Ihrem Arzt über Ihre Reiseplanung und lassen Sie sich gründlich untersuchen. Ein stabiler Grundzustand, die sorgfältige Einstellung auf Ihre Medikamente und die Verträglichkeit mit notwendigen Prophylaxemaßnahmen (z. B. gegen Malaria) sind unbedingte Voraussetzungen für den unbedenklichen Reisegenuss.

Schon die Anreisemöglichkeit mit Bahn, Auto, Bus oder Flugzeug sollten Sie Ihrem Gesundheitszustand entsprechend auswählen. Im Flugzeug kann der relativ niedrigere Sauerstoffgehalt in großer Höhe bei Herzkranken zu Gefühlen der Atemnot, Herzbeklemmung oder auch Durchblutungsstörungen des Gehirns führen. Ärzte raten in den ersten Wochen nach einem Herzinfarkt, bei Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck von einer Flugreise ab. Menschen mit ausgeprägten Krampfadern, Neigung zu Thrombose oder gar Lungenembolie sind durch das lange Sitzen im Flugzeug besonders gefährdet und sollten mit ihrem Arzt entsprechende Vorsorgemaßnahmen (Strümpfe oder Spritzen) treffen.

Fahren Sie immer in Begleitung in den Urlaub und nehmen Sie sich vor Ort genügend Zeit zur Anpassung an Klima, Land und Leute, um Ihren Körper nicht zu überfordern (siehe auch: Vor Ort). Vermeiden sie ungewohnte Anstrengungen und Aufenthalte in großer Höhe (> 2500 Meter). Falls Sie tauchen möchten, müssen Sie sich zuvor von einem erfahrenen Taucherarzt untersuchen und Ihre Tauglichkeit zum Tauchen attestieren lassen.

Falls Sie Marcumar-Präparate einnehmen oder einen Herzschrittmacher tragen, dürfen Sie auf keinen Fall Ihren Marcumar- bzw. Schrittmacherausweis vergessen. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem internationalen (mehrsprachigen) Ausweis. Bei besonderen Vorerkrankungen sollten Sie zusätzlich ein zumindest zweisprachiges (deutsch-englisches) Attest mit Angabe der Diagnosen und verordneten Medikamenten mit Wirkstoffen mit sich führen. Das erleichtert nicht nur die Einfuhr Ihrer Medikamente beim ausländischen Zoll, sondern kann auch bei einer medizinischen Behandlung im Reiseland sehr wichtig werden.
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