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Sex im Urlaub



Urlaub unter Palmen, wogende Wellen und strahlender Sonnenschein... Wer genießt nicht das angenehme Körpergefühl schon durch die weniger beengte Kleidung?! Urlaubssituationen beflügeln bei Männern wie Frauen häufig romantische Gefühle.

Während Frauen weniger den schnellen Sex zu suchen scheinen als Männer, werden sie aber oft nachlässig in Sachen Körperhygiene und unterliegen dadurch einer höheren Infektionsgefahr als Männer. Da Geschlechtskrankheiten in Ländern mit unzureichender Gesundheitsversorgung oft weit verbreitet sind, ist dort auch die Ansteckungsgefahr relativ groß. Sexuell übertragbare Krankheiten werden vor allem über den Austausch von Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder vaginaler Flüssigkeit übertragen - aber auch durch Verwendung unsteriler Spritzen, etwa bei Bluttransfusionen oder örtlichen Betäubungen.

Bakterielle Krankheiten (Gonorrhö, Syphilis, Chlamydieninfektionen u. a.) sind mit Medikamenten meist gut behandelbar - vorausgesetzt die Behandlung setzt frühzeitig ein und auch der Partner wird behandelt. Sexuell übertragbare Viruskrankheiten (Herpes, Hepatitis B, Aids) sind dagegen nur schwer oder gar nicht zu behandeln.

Aids
HIV, das (engl.) humane immune deficiency virus, ist in allen tropischen Ländern sehr häufig und nicht nur in bestimmten Bevölkerungsgruppen, sondern oft in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet. Das heißt, jeder sexuelle Kontakt muss als Risikokontakt angesehen werden und der Gebrauch von Kondomen beim Geschlechtsverkehr ist absolut notwendig, wenn Abstinenz nicht in Frage kommt.

Hepatitis B
Das Hepatitis-B-Virus (HBV) ist in den Tropen, besonders in Afrika und Ostasien sehr häufig und ist beim Geschlechtsverkehr zehnmal (!) ansteckender als HIV. Um eine Infektion und dadurch mögliche Dauerschäden der Leberfunktion zu vermeiden, sollte man sich bei entsprechendem Risiko vor der Ausreise unbedingt impfen lassen.

Abgesehen von der Vorsicht bei sexuellen Kontakten, sollten Sie auf die Anwendung von Einmal-Spritzen und -Kanülen achten. Außerdem: Keine Akupunktur, Tätowierungen und Piercing, wenn geringste Zweifel an der Hygiene bestehen.

Bei den geringsten Anzeichen einer genitalen Infektion, z. B. Brennen in der Harnröhre, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen und auf keinen Fall eine Selbstbehandlung ausprobieren. Denn antibiotisch anbehandelte, aber nicht ausgeheilte Infektionen können unangenehme Langzeitfolgen nach sich ziehen.

Das Risiko einer Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten wie auch eine ungewollte Schwangerschaft lassen sich auf Reisen und auch im Alltag leicht vermeiden:
  • Kein Sex mit unbekannten Partnern.
  • Safer Sex: Kondome verringern das Ansteckungsrisiko erheblich. Aber Vorsicht: Kondome vor Licht und Hitze schützen, und beim Sex keine ölhaltigen Gleitmittel verwenden.
  • Gegebenenfalls Impfung gegen Hepatitis B vor der Abreise.
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