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Verletzungen durch Wassertiere



Durch umsichtiges Verhalten können Verletzungen oder Unfälle durch Meeresbewohner vermieden werden. Am Besten informieren Sie sich vor Ort bei den lokalen Tourismus-Behörden oder Einheimischen über möglicherweise bestehende Gefahren und die Maßnahmen zu deren Abwendung.

Nesseltiere und Quallen



Tentakel bzw. Nesselschleim sollte sofort abgewischt werden, aber nicht mit bloßen Händen - Plastikkarten haben sich hier besonders bewährt. Zum Abspülen kein Wasser, sondern Essig oder Alkohollösungen verwenden. Zusätzlich kann die Gabe von so genannten Antihistaminika als Salbe und/oder Tabletten lindernd wirken. Bei Herzrasen, Schwitzen oder Schwindel sollte umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Giftfische und Wasserschlangen



Die häufigsten Verletzungen durch Giftfische werden im Uferbereich verursacht. Hier hilft nur das Tragen von Schuhen oder auch ein "schlurfender" Gang über den Meeresboden, wodurch diese Fische im Vorfeld verscheucht werden.

Andere Giftunfälle betreffen wiederum Taucher, die leichtsinnigerweise alles Getier und Meeresgewächs anfassen wollen. So kann der Kontakt mit z. B. einem Steinfisch zu schwersten Vergiftungserscheinungen führen. Für bestimmte Fischarten existieren so genannte Gegengifte, die jedoch nur von einem erfahrenen Arzt verabreicht werden dürfen.

Der beste Schutz vor solchen Verletzungen besteht in der Selbstbeschränkung, auf den Genuss der Betrachtung und dem Verzicht auf Berührung der wunderbaren Meeresfauna und -flora.

Ist es dennoch zu einem Fisch- oder Schlangengiftkontakt gekommen, so kann man versuchen, das Gift mittels der Heißwassermethode zu inaktivieren: Eintauchen des betroffenen Körperteils in ca. 45 °C heißes Wasser. Zum Schutz von Verbrühungen sollte eine Begleitperson die Temperatur kontrollieren. In jedem Falle sollte auch ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Vergiftungen durch den Verzehr von Meerestieren



Die Gifte bestimmter Algenarten können in Muscheln, Schalentieren oder Fischen angereichert und durch deren Verzehr vom Menschen aufgenommen werden. Dadurch kann es in leichten Fällen zu Magen-Darm-Problemen kommen, in schweren Fällen sind neurologische Erscheinungen bis hin zu Lähmungen und Atemversagen möglich.

Ciguatera



Besonders in der Karibik- und Pazifikregion kommt es häufiger beim Verzehr von Rifffischen zu Vergiftungserscheinungen - dann spricht man von einer Ciguatera-Vergiftung.

Typischerweise beklagen Betroffene neben den Magen-Darm-Beschwerden Missempfindungen bei Kältekontakt, die zum Teil als sehr quälend empfunden werden und Monate anhalten können.

Zur Verkürzung dieses Krankheitsbildes wird als einzig mögliche Sofortmaßnahme die Gabe einer zuckerhaltigen Infusion (Mannitol 20%) im akuten Stadium diskutiert.

Erkundigen Sie sich vor Ort über ein möglicherweise bestehendes lokales Ciguatera- Rote Algenpest- (Red Tide) oder Muschel-Problem. Im Zweifel sollten sie auf den Genuss von Raubfischen und Meeresfrüchten verzichten.

Seeigel



Die Stacheln dringen tief in die Haut ein, sind schwierig zu entfernen und neigen zu Entzündungsreaktionen. Sie sollten daher die Stachel unverzüglich entfernen: Versuchen Sie den aus Kalk bestehenden Stachel mit Essig aufzulösen oder den Stachel durch mehrfaches Aufkleben und Abziehen eines Klebebandes herauszuziehen. Am Besten, Sie schützen sich in Seeigelgebieten durch das Tragen von Badesandalen.

Haie



Über den "Schrecken der Meere" kursieren in der Masse emotional beladene Fabelgeschichten. In den seltensten Fälle wird ein Mensch tatsächlich Opfer eines Haiangriffes. Erkundigen Sie sich vor Ort über ein möglicherweise bestehendes Hai-Problem und gehen Sie nur an den Stränden ins Wasser, wo auch die einheimische Bevölkerung badet.

Krokodile



Ähnliches wie bei Haien gilt natürlich auch für die Krokodile. Bedenken Sie, dass diese Reptilien unter Wasser am Grund eines Flusses oder Sees - für den Menschen vom Ufer aus nicht sichtbar - auf ihre Beute lauern können. Einheimische Bewohner werden Ihnen auf Anfrage sichere Wasserstellen zum Waschen oder Baden zeigen können.

Flusspferde



Durch Flusspferde sterben jedes Jahr mehr Menschen als z. B. durch Löwen oder Tiger. Halten Sie daher beim Rafting oder bei einer Kanu-Safari immer genügend Abstand von einer Flusspferdherde. Insbesondere Flusspferdkühe verstehen eine Annährung als einen Angriff auf ihre Kälber und sind zur deren aggressiven Verteidigung jederzeit bereit.
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