Straßenverkehr
Die Mehrheit der Fahrzeuge in Entwicklungsländern ist in technisch schlechtem Zustand, insbesondere Lenkung, Bremsen und Beleuchtung.
Das Fahrzeug
Autoreisende sollten sich vor Reiseantritt über den Straßenzustand, die Service- Möglichkeiten und die landesüblichen Verkehrsregeln informieren. Große Vorsicht ist bei Mietwagen geboten. Ist der Mietwagen in einem fragwürdigen Zustand, verzichten Sie besser auf den Ausflug.
Sicherheitscheck vor Fahrtantritt
- Reifen: Profil? Luftdruck?
- Reserverad: vorhanden? Profil? Luftdruck? ggf. Reifenreparaturspray?
- Beleuchtung: alle Lichtfunktionen intakt? Reservelampen?
- Bremsanlage: Bremstest? Bremsflüssigkeit?
- Kühlwasser: Füllungstand? Ersatz?
- Werkzeug: Radwechselschlüssel? Wagenheber? Taschenlampe? Abschleppseil? Warndreieck? Verbandskasten? Stück Draht? Klebeband ? Sicherung?
- Ersatzkanister: Benzin? Öl ? (Trink-) Wasser?
- Batterie: Ladung? Batteriesäure?
- Sicherheitsgurte: Vorhanden? intakt?
- Versicherungsschutz: Haftpflicht? Vollkasko? Insassenschutz?
Auf großer Fahrt
Fahren Sie gelassen und defensiv, mit Pausen und möglichst bei Tageslicht. Vermeiden Sie alkoholische Getränke, wenn Sie am Steuer sitzen. Benutzen Sie immer Sicherheitsgurte oder beim Motorradfahren - ob vorgeschrieben oder nicht - Helme.
Einem besonders hohen Unfallrisiko sind Fahrradfahrer und Fußgänger als schwächstes Glied in der Verkehrsteilnehmerkette - und dies nicht nur nachts - ausgesetzt.
Man sollte sich unbedingt nach dem "ortsüblichen" Verhalten im Falle eines Unfalls erkundigen. Das gilt für alle Arten von Unfallschäden, ohne Rücksicht darauf, ob sie verschuldet oder unverschuldet sind, ob Personen zu Schaden gekommen sind oder nicht. In vielen Ländern werden Sie bei einem Unfall Schwierigkeiten haben, sich gegen mögliche Vorwürfe der Einheimischen durchzusetzen.
Nicht nur der Auto- und vor allem Motorradfahrer, sondern auch der Fußgänger muss mit ungewohnten Hindernissen rechnen, besonders im Dunkeln. Wer nicht aufpasst, kann sich schnell den Knöchel verstauchen oder gar in ein Loch (fehlende Kanaldeckel!) oder in eine nicht abgesicherte Baugrube stürzen. Die Rechte des Schwächeren im Straßenverkehr gelten in vielen Reiseländern noch weniger als hierzulande.


